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Die Jahressitzung 1950.
weil eben die Forschungsergebnisse selbst so fest fundiert
sind und daher dauernden Wert haben. So wird
auch sein Ansehen in der Wissenschaft bestehen bleiben
und sein Name genannt werden als der eines Mannes,
der in seinem Fache nach vielen Seiten hin und mit
zäher Ausdauer immer fördernd gewirkt hat. Ihm war
in seiner Wahrheitsliebe jede Effekthascherei geradezu
verhaßt und mit Scharfem Blick erfaßte er immer und
überall den wirklichen Wert und Kern der Dinge, Ihn
beseelte der reine Wille, jeder Sache unbestechlich gerecht
zu werden, daher achtete er auch jede Persönlichkeit,
sofern sie nur ehrlich und sachlich ohne jede Spiegelfechterei
nach der Wahrheit strebte und in der strengen
Pflichterfüllung die erste Aufgabe sah. So war auch
sein Verhalten der Studierenden Jugend gegenüber, die
diese menschlichen Werte wohl zu schätzen wußte. Mit
rücksichtsloser Schärfe trat er aber auf, wenn er sah,
daß Eigennutz oder ähnliche Gründe eine Handlungsweise
bestimmten oder wenn sich jemand eine Unehrlichkeit
oder Nachlässigkeit in der Wissenschaft zuschulden
kommen ließ.
Schatz war ein Mann von wenig Worten, doch seine
kurzen Urteile und Bemerkungen trafen immer das
Wesentliche, Es war nicht leicht, sich ihm zu nähern,
und so machte er auch den Eindruck einer etwas ungeselligen
Natur. Aber in kleinem, ausgesuchtem Kreise
von Kollegen oder Bekannten erschloß er sich gerne und
zeigte neben einem reichen, immer zum Geben bereiten
Geiste eine menschliche Güte, wie sie sich eben aus seinem
steten Streben nach höchster Gerechtigkeit ergab.
Er war ein Charakter von seltener Klarheit und Vor-