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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Nachrufe,

3°

z

sprechend bezeichnet werden kann, hat Schatz auch eine
andere Handschrift zugrunde gelegt als  
da sich die von  herangezogene textkritisch als
ziemlich bedeutungslos erwiesen hatte.
Schatz hat hier auch bereits eine eigene Darstellung
der Sprache des Dichters in Aussicht gestellt. Sie ist
1930 unter dem Titel „Sprache und Wortschatz der Gedichte
  von  in den „Denkschriften
der Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Kl.“, Bad. 69,
erschienen und bildet nicht nur eine gesicherte Grundlage
 für die Erklärung vieler Stellen in den Gedichten,
sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis des
literarischen Sprachgebrauchs im 14. und 15. Jahrhundert.
Wenn es Schatz auch nicht gelungen ist, alles in der willkürlichen
 und ungezügelten Wortschwelgerei 
aufzuhellen, so gibt seine Untersuchung doch ein Bild
von der selbstwilligen und unbändigen Persönlichkeit
dieses oft geradezu hemmungslosen Willensmenschen,
die eben wie in seinen Liedern auch in seiner Sprache
ihren Niederschlag gefunden hat.
Kleinere literarhistorische Beiträge, die trotz ihrer
Kürze nicht unwichtig sind, wären „Der angebliche Leutold
 von Säben“ (1901) in der Zs. des Ferdinandeums,
wo Schatz die Identifizierung des Dichternamens „Seven“
 mit dem Namen des angesehenen tirolischen Adelsgeschlechtes
 „von Säben“ aus lautlichen Gründen ablehnt.
Inzwischen sind ja auch von anderer Seite, wie von 
 und  weitere Gründe für die Unmöglichkeit
dieser Identifizierung vorgebracht worden.
In der gleichen Zeitschrift (1901) werden urkundliche
 Belege über „Hartmann von  den Angehörigen
 eines mächtigen tirolischen Ministerialen-
            
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