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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

089

Die Jahressitzung 1950,

mit dem Urteil schließt: La bonte etait le trait dominant
de sa nature — so kann ich das aus Gesprächen und Briefen
 des alten Mannes nur bestätigen. An das glänzend
absolvierte Studium an der Sorbonne schließt der junge
Gelehrte Studien an der damals unter Th6ophile Homolles
Direktion stehenden Ecole   Und
 nimmt Teil an den berühmten  Funden
 und Publikationen jener Zeit in  und Delos.
Aber nur kurze Zeit wird er zum  Epigraphiker.
 Dann ergreift auch ihn die mächtig aus  neu
anschwellende, den Blick der ganzen Altertumsforschung
auf sich ziehende Papyrologie und hält ihn dauerna durch
ein gottgesegnet langes Leben fest. Er geht nach 
ins Land, das ihm zu einer zweiten Heimat werden sollte,
das ihm, dem glühenden Patrioten, dem im Alter ein Abkommen
 mit dem noch in  stehenden Eroberer
unerträglich dünkte, dem in den Jahren der Demütigung
zum President du      
 erwählten Gelehrten, noch einmal Heimatboden bieten
durfte. Er geht als Jüngling in  Auftrag 1894
zur Mission    nach  um
die Inschriften Zu bearbeiten, und er wird damals bereits
mit der Entzifferung von Papyri im Museum von 
vertraut, er kommt dahin ein letztesmal zu wissenschaftlicher
 Arbeit, aber auch, um an der Schwelle seines
80. Lebensjahres mit seiner hohen Autorität als Diplomat
Seinem Vaterlande wertvolle Dienste zu tun. Wer es versucht,
 chronologisch nach Biographenart die Abfolge der
Lebensdaten dieses Mannes ordnend aneinander zu reihen,
dem verfließen gleichsam immer ineinander die Bilder der
Jugend, des Mannes- und des Greisenalters — wenn man
bei Jouguet das Wort „Senex“ auch nur hach der Zahl der
            
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