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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

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Die Jahressitzung 1950.

ist dadurch gefestigt worden, daß  das sich
1917 vom Gold völlig abgekehrt hatte, was sich in einem
Rückgang der  Goldproduktion auf wenige
Prozent jener vor 1914 äußerte, im Jahre 1921 seine
Stellung revidierte und sich seitdem zum zweitgrößten
Goldproduzenten der  emporgearbeitet hat. Wenn
sich auch die Goldfieber der vergangenen Zeiten wegen
weitestgehender Durchforschung der Erde auf leicht
greifbares Seifengold nicht mehr wiederholen dürften,
so ist doch anzunehmen, daß die Goldproduktion zunächst
 noch einige Zeit langsam ansteigen wird, wenn
nicht eine völlige Änderung der wirtschaftlichen Gesamtsituation
 eintritt und eine Goldhortung sinnlos
macht. Für eine zunächst ansteigende Entwicklung sprechen
 allein die schon erwähnten, durch geophysikalische
Methoden angebahnten, so unerwartet reichen Golderbohrungen
 der letzten Jahre in  in Tiefen
von 1800 bis 2000 m, nachdem die Zukunft des Witwatersrandgoldbergbaues
 schon gefährdet schien. Denn solche
reiche Funde fördern gleichzeitig die Verarbeitung armer
Begleiterze. Im ganzen, auf etwas größere Zeiträume
gesehen, dürfte die Lage beim Gold nicht viel anders
wie bei vielen anderen mineralischen Rohstoffen liegen,
nur ist sie wegen des geringen technischen Nutzens des
Goldes nicht so bedenklich wie bei diesen. Man ist eben
gezwungen, die Zuflucht zu immer ärmeren Quellen unter
 Anspannung der technischen Entwicklung zu nehmen;
 damit wird in einigen Jahrzehnten der Fall eintreten,
 daß die Weiterförderung des Goldes mit seiner
irrational suggestiven Wirkung, die es seit Jahrtausenden
 auf die Menschheit ausübt, eine reine Frage der
Relation zwischen technischer Entwicklung und Arbeits-
            
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