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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

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Die Jahressitzung 1950.

der Inbesitznahme  durch die  betrieben
diese den Goldbergbau für Münzzwecke trotz der unangenehmen
 Höhenlage mit großer Intensität. Das endete
mit dem Einbruch der germanischen Stämme zum Ausgang
 des Altertums. Erst im 8. Jahrhundert wurde in den
hohen Tauern der  wieder aufgenommen und
erreichte im 14. Jahrhundert eine erste Blüte mit einer
Jahresgewinnung von 50 kg, was zur Prägung der ersten
Goldgulden in  führte. Nach Einführung des
Schwarzpulvers als Sprengmittel stieg zu Anfang des
16. Jahrhunderts die Förderung kurzfristig auf den damals
 sehr hohen Betrag von angeblich 1 jato.®) Darauf
folgte wiederum ein sehr rasches Absinken: Politische
Wirren, Erschöpfung der reichen Adern, Witterungsunbill
 und fortschreitende Vergletscherung waren die Ursachen
 dafür. 1864 kam der Bergbau hier fast völlig zum
Erlöschen, nachdem er insgesamt etwa 30 t Berggold und
10t Seifengold erbracht hatte. Auch seit 1907 angestellte
neuerliche Versuche, den Bergbau in den Tauern wieder
zu beleben, führten zu keinem befriedigenden Ergebnis,
erst 1944 wurden wieder Erze mit einem Goldgehalt von
etwa 100 kg ohne Rücksicht auf die Gestehungskosten gefördert.
 In  haben sich die Verhältnisse für die
Goldgewinnung in der Neuzeit in dem an 
gefallenen Teil  günstig entwickelt, wo die
an sich beachtliche Goldförderung von 3% jato im Jahre
1914 auf 6% jato im Jahre 1939 gesteigert werden konnte.
Etwa 3jato Gold werden auch in  als Berggold
 vornehmlich aus Antimon- und Arsenerzen gewonnen.
 Das jüngste und heute ergiebigste Goldgebiet
 stellt der Skelefteflußdistrikt in 

?) jato = Jahrestonne.
            
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