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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Vortrag.

215

aufgelockertem Gestein in gewissem Sinne ähnlich vorgegangen,
 Man schleuderte Wasserstrahlen unter hohem
Druck auf die goldführenden Gesteine, leitete den Gesteinsgrus
 durch Rinnen ab, die stellenweise kleine 
 passierten und holte so das Gold durch 
 heraus.
Schon in den letzten Jahrhunderten der 
Kaiserzeit war der Goldbergbau trotz der Geldnöte des
weströmischen Reiches nach und nach völlig verfallen,
und dieser Verfallsprozeß setzte sich während der Zeit
der Völkerwanderung nicht nur für den Goldbergbau, sondern
 für den gesamten Bergbau fort. Zum Teil mochte
daran die Verarmung der bekannten Vorkommen und ihre
schwierigere Ausbeutbarkeit in den größeren Teufen der
unzersetzten Primärerze ohne entsprechende technische
Fortschritte Schuld tragen. Nur eine gewisse Seifengoldgewinnung
 im kleingewerblichen Betrieb, wie in den ältesten
 Zeiten, blieb von einiger Bedeutung. Auf die Verwertung
 solcher magerer Seifen beschränkte man sich im
Mittelalter, während man es schon im Altertum verstanden
 hatte, das Berggold aus goldhaltigen Arsenkiesen und
Schwefelkiesen zu gewinnen. Man verwertete außer dem
Seifengold höchstens noch Gold aus zerpochten, goldführenden
 Quarzen unter der Bezeichnung Mahl- oder
Mühlgold. Es sei an dieser Stelle gestattet, kurz auf die
Goldgewinnung in unseren    und
 einzugehen. Die zu Beginn der  
  (S. 212) geriet hier bald wieder
in Verfall und Vergessenheit. Erst im Jahre 130 vor
 Geburt erfolgte die Neuentdeckung des Berg- und
Seifengoldes im Lande der Taurisker, was zu einer Art
Goldrausch in den  Gebieten führte. Nach
            
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