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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Vortrag.

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il

rung, erlitt dann während der Völkerwanderung mit dem
Niedergang des Goldbergbaues einen argen Rückschlag
und konnte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts als
Wertmesser der  durchsetzen.
In der ungefähr 1800 Jahre währenden Kupferzeit, zu
deren Ausgang die  in Ausbau ihrer Schiffahrt
neben anderen wertvollen Artikeln auch Gold aus den südafrikanischen
 Goldseifen heranbrachten, dürften größenordnungsmäßig
 1000 t Gold gewonnen und verarbeitet worden
 sein, wovon etwa drei Viertel auf 
entfielen, durchschnittlich also etwa eine halbe Tonne
pro Jahr. Gewinnungszahlen aus dieser und späteren
Epochen gibt es natürlich nicht; die Gewinnungsmenge
kann daher nur sehr vorsichtig aus einer nachträglichen
Beurteilung der damaligen Gewinnungsstätten abgeschätzt
werden.
Nun etwas über die Wertung des Goldes im Vergleich
zu anderen Metallen und Bedarfsartikeln in der Kupferzeit.
 Zur Zeit der Einführung des Barren- und Ringgoldes
dürfte ein Ring — 14g Rohgold einem Rind gleichgewertet
 worden sein. Im Vergleich zur Rinderwertung
sank aber das Gold bald tiefer herab, so daß man in der
Jüngeren Kupferzeit für ein Rind 4% Barren, also etwa
60g geben mußte, Da wir heute Rohgold zu 358 pro
Gramm rechnen können, entsprach dies einem Rinderpreis
von 500 bis später 2200 S. Also etwas hat der Wert des
Goldes im Vergleich zu realeren Dingen des Lebens im
Laufe von fünf Jahrtausenden doch abgenommen. Zu Ausgang
 der Kupferzeit war in  und im Vorderen
 Gold etwa 7mal soviel wert als Silber und etwa
300mal soviel wert als Kupfer. Zu Beginn der Bronzezeit
war Zinn fast so teuer als Silber, sank aber dann bald im

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