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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

9210

Die Jahressitzung 1950.

kommt und damit seinen Farbton wechselt, wurde von den
alten Ägyptern aus Seifengoldvorkommen, die längst praktisch
 erschöpft sind, anfangs aus dem Nilsand und in der
 Wüste, später in  gewonnen. 
bedeutet Goldland (Nub ägypt. — Gold). Aber auch bis
nach  kamen in der ältesten Kupferzeit schon
 Goldsucher. Um das Jahr 2000 begann man in
 das Gold zwecks Erreichung einer tieferen Farbe
und größeren mechanischen Widerstandsfähigkeit mit
Kupfer zu legieren. Dieses Verfahren der gewollten Metallmischung
 dürfte aber aus  nach  gebracht
 worden sein, wo die Stätten der damaligen Goldgewinnung
 in den Flußseifen des südwestlichen 
 und westlichen Vorderindiens lagen. Die
Sumerer, Babylonier und Assyrer, die schon etwa vom
Jahre 3000 an reichlich Gold für kunstgewerbliche Zwecke
verwendeten, vielfach in Verbindung mit dem blauen, aus
 stammenden Lapislazuli, verfügten über keine
eigenen Goldvorkommen, sondern mußten sich dieses im
Wege des Handels beschaffen.
Etwa um das Jahr 3150 (I. Dyn.) wurde in 
die Goldwährung geboren; das Gold erhob sich über die
Objekte des unmittelbaren Gebrauches, es löste das ältere
Viehgeld ab und übernahm die Funktion eines Wertmessers.
 Die ersten Goldmünzen waren ungeprägte Barren
und einige Jahrhunderte später (IV. Dyn.) Ringe im Gewichte
 von knapp 14g. Als Schmuckgeld hat sich dieses
Ringgold bis auf den heutigen Tag in Mittel- und Westafrika,
 in  und auf  erhalten. Die von
 ausgehende Goldwährung löste allmählich im
Altertum die sonstigen Metallwährungen anderer Staaten
ab, wurde unter  im Römerreich offizielle Wäh-
            
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