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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Vortrag.

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Auch die Kunst des Golddrahtziehens wurde um diese
Zeit erfunden. Man stellte wohl auch schon früher für
  her, aber das geschah durch
Ausschlagen, Schaben oder Auswalzen, auch durch richtiges
Ziehen unter Erhitzen von einem befestigten Ende aus:
nunmehr lernte man das Gold durch durchbohrte Steine
ziehen und konnte dadurch viel größere Feinheit und
Gleichmäßigkeit erzielen und damit sauberere kunstgewerbliche
 Arbeiten anfertigen; dazu kam noch die auch
auf  und in  geübte Kunst der Granulation;
bei der Granulation wurden auf zierliche Golddrahtgerüste,
z. B. in Kronen- oder Diademform, Goldkügelchen, Goldrosetten
 und andere Figuren nach oberflächlicher Holzkohlebeigabe
 zur Herabsetzung des Schmelzpunktes (Goldkarbidbildung
 an der Oberfläche!) durch Aufschmelzen
aufgearbeitet. Drahtziehen und Granulation eröffneten der
künstlerischen Goldverarbeitung zahlreiche neue Gestaltungswege,
 Während der I. Dynastie vermochte man schon
Drähte von wenigen Zehntelmillimeter Dicke zu ziehen,
Gegen das Ende der Kupferzeit etwa um das Jahr 2200
vor  Geburt verstanden es die alten  auch
Schon, das Gold zu raffinieren, d. h. das Rohgold von den
Fremdmetallen und sonstigen Beimengungen mehr oder
weniger vollständig zu befreien. Das geschah in Tiegeln,
die mit Hilfe des Blasrohres bis zur Schmelztemperatur
des Goldes erhitzt wurden, wobei der Schmelze zwecks Abbindung
 der Fremdbeimengungen verschiedene Stoffe, wie
Salz, Blei und Kleie zugesetzt wurden; so erreichten die
 nach und nach Reinheitsgrade von 97%, also
”3karatiges Gold.
Das Gold, das in der Natur stets in größerem oder
seringerem Umfang mit Silber oder Kupfer legiert vor-Almanach
 1950.

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