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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Vortrag.

HH

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lich, der weniger idealistisch eingestellte  hielt es
für nutzbringend. Gold galt im Altertum als das Sonnenmetall.
 Die alten  nannten die Sonne die große
Scheibe aus hellem Gold und vielfach galt in der vorklassischen
 und klassischen Zeit der Sonnengott auch
gleichzeitig als Gott des Goldes. In vielen Sprachen des
Altertums wird die Bezeichnung für das Gold mit jener
für die Sonne in Verbindung gebracht; die Sonnenhieroglyphe
 wurde noch in der Alchemistenzeit zum gleichzeitiden
 Symbol für die Sonne und das Gold.
In seinen ursprünglichen Vorkommen in der Erdkruste
 erscheint das Gold in Form von oft baumartig verästelten
 Aggregaten von undeutlichen Kristallen oder in
Form von Blechen oder Flittern in größerer oder meist
recht geringer Konzentration in festes oder durch Verwitterung
 an der Erdoberfläche aufgelockertes Gestein
eingewachsen: man nennt dieses Gold das Berggold.
Dieses Gold zu gewinnen, setzte schon ein gewisses bergbautechnisches
 Können Voraus; zumindest mußten die nur
in den obersten Partien durch Verwitterung aufgelockerten,
 sonst aber harten, goldführenden Gesteine gebrochen
und zerkleinert werden, um aus dem Gesteinsgrus das
spezifisch schwere Gold auswaschen zu können; das war
erst in späteren Zeiten möglich; das erst- und auch
heute noch vielfach gewonnene Gold war das sogenannte
Seifengold: bei diesem hat die Natur wie auch sonst
Vielfach den Bedürfnissen des Menschen vorgearbeitet.
Das Gold wird von ihr in den obersten Teilen der Erdkruste
 durch die Verwitterung als chemisch beständiges
Metall freigemacht, durch mehr oder weniger weitgehende
Entfernung der anderen Mineralien konzentriert, von der
Flüssen und Bächen in ihren Schottern und Sanden mehr
            
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