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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Vortrag.

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artigen Kugeln und später durch Schlagen zu Blechen und
Ziehen zu Drähten zu anderem Schmuck und Geräten verarbeiten.
 Diese Verwendung ist in der alten Welt seit
weit über 6000 Jahren nachgewiesen. Höchstwahrscheinlich
 kannte man das Gold früher als das bis etwa 2700 vor
 Geburt dem Gold gleichwertig gehaltene Silber,
denn die alten  haben das Silber als „Weißes Gold“
bezeichnet, eine Bezeichnung, die viel viel später in der
Neuzeit auf das aus  bekanntgewordene Platin
wieder angewendet wurde.
Nur ein Metall galt vor der Eisenzeit zeitweilig mehr
als das Gold, und das war das Eisen, welches damals nur
in der Form des nickelreichen Meteoreisens zur Verfügung
 stand und das bei großer Seltenheit wegen seiner
damals unerreichten Eigenschaften zu kostbaren Waffen
verarbeitet wurde, soweit man ihm nicht göttliche Verehrung
 im Erahnen seiner außerirdischen Herkunft zukommen
 ließ.
Gold ist in den Gesteinen der Erdkruste, wie die geochemischen
 Untersuchungen der letzten Jahrzehnte dargetan
 haben, durchschnittlich in Mengen von 3 bis
4 mg pro t enthalten. Es ist aber wie die anderen Grundstoffe
 keineswegs gleichmäßig verteilt. Die heute für die
Goldgewinnung verwendeten Gesteine enthalten durchschnittlich
 4—5g pro t, also etwa 1000mal mehr als dem
allgemeinen Durchschnittsgehalt entspricht. Auch im
Meerwasser ist Gold in feinster Verteilung enthalten, aber
nur in Mengen von einigen Hundertstel mg pro Tonne
oder etwa 1mg pro t Salzgehalt. Zur Gewinnung nur
eines Grammes Gold aus dem Meerwasser wäre also die
Aufarbeitung von etwa 50.000 m? nötig.
Die Gewinnungsmethoden des Goldes sind allmählich
            
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