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IM. Preisaufgaben.,
stimmungen unzuverlässig, theils in Folge von Messungen
mit unvollkommenen Instrumenten, theils weil die dazu verwendeten
Krystalle nicht die erforderliche Beschaffenheit
hatten, theils auch weil die Beobachter nicht die dazu
nöthige Fertigkeit und Kenntniss einer gründlichen krystallographischen
Methode besassen.
Die kaiserl. Akademie der Wissenschaften hat daher
beschlossen, zur Lösung dieser Aufgabe einen Preis auszuschreiben,
der jener Abhandlung unter den eingesendeten
zuerkannt werden wird, welche die grösste Anzahl in chemischen
Laboratorien dargestellter Verbindungen einer
gründlichen und erschöpfenden krystallographischen Untersuchung
unterzogen hat,
Es wird zu diesem Ende gefordert , dass mindestens
95 verschiedene Verbindungen, deren Krystallgestalten
entweder noch ganz unbekannt oder bisher falsch angegeben
sind, krystallographisch untersucht werden. Die Angaben
müssen ferner die wissenschaftliche Begründung
der Bestimmungen enthalten, und durch möglichst genau
und richtig ausgeführte Zeichnungen erläutert sein.
Besonderer Werth wird darauf gelegt, dass unter den
untersuchten Substanzen sich solche befinden, die Einer
Reihe homologer Verbindungen aus dem Gebiete der organischen
Chemie angehören, und dass ausser den krystallographischen
auch noch andere physikalische Bestimmungen,
wie z.B. die der Dichte, des Schmelzpunctes, des optischen
Verhaltens u. s. w. angegeben werden.
Preis: zweihundert Stück k. k. Österreichische
Münzducaten. Termin der Einsendung ist der 31. December
des Jahres 1852; die Ertheilung des Preises wird
am 30. Mai 1853 erfolgen.