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III. Preisaufgyaben.
1. PREISAUFGABE.
VUecber Zusammenhang zwischen Druck und
Dichteder Gase.
Neuere experimentelle Untersuchungen haben erwiesen,
dass das Mar iotte’sche Gesetz nur zwischen gewissen
Grenzen Giltigkeit besitze und dass namentlich bei
hohem Drucke die Gase, selbst wenn sie nicht in der Nähe
der Liquefaction sind, ganz andern, bisher noch unbekannten
Gesetzen folgen und der Druck ganz gewiss nicht als
eine lineare Funetion der Dichte und Temperatur erscheine.
Wohlbekannt ist ferner allen Wissenschaftsforschern, dass
in den meisten, ja beinahe in allen denjenigen Fällen, wo
das Mariotte’sche Gesetz nicht mehr zureicht, und eine
genauere Kenntniss der Abhängigkeit des Druckes von
Dichte und Temperatur wünschenswerth ist, auch eine eben
so genaue Kenntniss der Wärme-Capacitäten in Funetion
derselben Grundgrössen benöthiget werde, so dass die
eine ohne der anderen kaum einen wesentlichen Nutzen
gewähren würde. Es scheint sogar, als ob mit Vortheil
durch eine und dieselbe Reihe von Experimenten nach beiderlei
Kenntniss gestrebt werden könnte. Die kaiserl.
Akademie der Wissenschaften stellt in Anbetracht des
Umstandes, das eine genauere Kenntniss dieser Abhängigkeiten
gegenwärtig ein dringendes Bedürfniss sei, folgende
Preisfrage:
Wassind Druck-und Wärme-Capacität bei
Gasen, diesichausserhalb der Nähe der Liquefaction
befinden, für Functionen der Dichte
und Temperatur?
Die kaiserl. Akademie wünscht, dass diese Aufgabe
wo möglich bis zu einem Druck von 1000 Atmosphären und