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11. Preisaufgaben.
schwung genommen, durch die in allen Theilen so viel
Neues zu Tage gefördert wurde , hat eine Masse von speciellen
Länder-Geschichten für diese Zeit in’s Leben gerufen;
noch fehlt es aber an einem Gesammtbilde, nach
allen seinen einzelnen Zügen wahr und treu.
Die kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien
stellt somit als erste historische Preisaufgabe folgende:
„Eine kritische Beleuchtung des Verfalls desrömisch-„deutschen
Kaiserreiches seit 1245 (in welchem Jahre am
„17. Juli Kaiser Friedrich II. auf dem Concil zu Lyon von
„Papst Innocenz IV. feierlich abgesetzt wurde) bis zum
„Jahre 1273 (am 29. September die Wahl K. Rudolph’s 1.).
„Es soll aus den reichlichen neu eröffneten Quellen im Ein-„zelnen
diese Zeit der politischen Parteiungen , der Ohn-„macht
und Schwäche des Reichs-Regiments, der Ueber-„griffe
und Willkürhandlungen der ‚einzelnen Reichsglie-„der,
der sittlichen Entartung, unparteiisch geschildert
„werden, auch der Verfall des Ansehens und der Geltung
„nach Aussen muss in Berücksichtigung kommen. Diese
„umfassende Aufgabe wird getheilt; sie soll für’s erste in
„Beziehung auf Deutschland beantwortet werden. Der
„Preis für die beste dieser kritischen Arbeiten, welche
„bis zum letzten December des Jahres 1852 an die kaiser-„liche
Akademie in Wien eingesendet werden, ist Ein-„tausend
Gulden Conventions-Münze; er soll am
„30. Mai 1853 zuerkannt werden, versteht sich, wenn die
„Aufgabe gelöst ist, sonst wird sie neu ausgeschrieben.”
2. PREISAUFGABE,
Die zweite der historischen Preisaufgaben ist die
zweite Abtheilung der ersterwähnten;
„Eine kritische Beleuchtung des Verfalls des römischdeutschen
Kaiserreiches seit 1245 bis 1273 in Beziehung