100 V, Speeial- Commissionen,
der Staatsverwaltung die Erlaubniss erhalten , die auf den
Eisenbahnstationen angestelllen Telegraphisten in ihren
Freien Stunden als Beobachter verwenden zu dürfen und
viele von ihnen sind hereits mit den Instrumenten betheilt
worden. Auch andere Personen aus verschiedenen Kronländern,
denen es darum zu fhun ist eine genaue Einsicht
in die klimatologischen Verhällnisse ihres Gebietes zu
erlangen , haben sich hiebei betheiligt und werden von
der Akademie mit Instrumenten unentgeltlich versehen.
Die Leistungen der Beobachter sind durchaus freiwillige,
es findet kein Zwang und auch keine Remuneration Stalt.
Da die Akademie die Ucherzeugung hegt, dass es ausser
den ihr bereits bekannt gewordenen Beobachtern noch
viele gibt, welche sich entweder schon jetzt mil solchen
Beobachtungen beschäftigen , oder daran Theil zu nehmen
wünschen, die aber noch nicht zu ihrer Kenniniss gelangt
sind, so hat sie beschlossen , über dieses Unternehmen in
den öffentlichen Blättern eine Mittheilung zu machen und
ist bereit, jene, welche sie hiezu für geeignet hält, mit verlässlichen
Instrumenten noch weiter zu versehen.
Mit diesem Beobachtungssysteme hat die kaiserliche
Akademie noch eine andere Veranstallung verbunden. Bekannilich
hängt die Wassermenge , welche ein Hauptfluss
führt, theils von der Menge des Regen- und Schneewassers
ab, das ihm die Nebenflüsse mittelbar mittheilen. Kennt
man die Veränderungen dieser unmittelbar und mittelbar
zugeführten Wassermenge und die Geschwindigkeit in den
Nebenflüssen und im Hauptflüssen, so ist man in den Stand
yesetzt, etwaiges Hochwasser an einem bestimmten Orte
des Hauptflusses einen oder mehrerer Tage vorherzusehen
and sogar die Höhe eines solchen überschwenglichen und
yar gefährlichen Standes voraus zu verkünden,