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Full text : Almanach Jahrgang 001.1851

IV. Preis- Aufgaben.
aller gebildeten  Völker, ohne Unterschied
des Stammes laut und vielfach ausgesprochen.
Nachdem die historisch-philologische Classe der kais.
Akademie in Erwägung gezogen: erstlich, dass ihre Wirksamkeit
 siatutengemäss auch Sprache im ausgedehntesten
Umfange, somit auch die Ausbildung der vaterländischen
Sprachen zu umfassen hat; ferner, dass eine vergleichende
slawische Grammatik einem tiefgefühlten, wissenschaftlichen
 Bedürfnisse unserer Zeit abhelfen, eine bedeutende
Lücke in der  Sprachforschung ausfüllen und
durch Vervollständigung des Cyclus harmonischer Grammäfiken
 über die drei grössten europäisehen Sprachstämme
 der gesammten Sprachwissenschaft einen neuen,
erwünschten Vorschub leisten würde; weiter, dass das,
was man gewöhnlich  Philologie nennt, oder
die höhere systematische  Sprachwissenschaft,
eine in dem  Kaiserstaate vorzüglich
die Bemühungen Durich’s, Dobrowsky’s und Kopitar’s
 erzeugte und grossgezogene Wissenschaft ist, deren
Erhaltung und weitere Förderung der kais. Akademie in
Interesse der vaterländischen Wissenschaft und Literatur
 nicht gleichgültig sein darf; endlich, dass der österreichische
 Kaiserstaat, in dessen Ländergebieten einst
die Heiligen  und  das Evangelium
den  Völkern gepredigt und den Grundstein zu
der  Schriftsprache und Literatur gelegt haben,
und in dessen Umfange noch jetzt ohne Vergleich mehvere
  Dialekte, als in irgend einem anderen
 Staate, nicht nur gesprochen sondern auch
literarisch cultivirt werden, vorzugsweise sowohl berufen
als geeignet sein dürfte, die Lösung einer so wichtigen
aber auch schwierigen Aufgabe zu ermöglichen; so hat
Almanach,
            
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