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Full text : Almanach Jahrgang 001.1851

IV, Preis - Aufgaben.
Sprachwissenschaft zunächst dem entschiedenen Heraustreten
 aus dem bis dahin wo nicht ausschliessend, so doch
mit überwiegender Vorliebe wissenschaftlich angebaultem
Bereiche der classischen Sprachen und dem Einführen
der übrigen Idiome der grossen indoeuropäiischen Sprachfamilie,
 das ehrwürdige Sanscrit und Zend an ihrer
Spitze, als ebenbürtiger, gleichberechtigter Schwestern,
in den Kreis der  Sprachforschung, ohne
dass dadurch die weiter entlegenen Gebiete anderer nur
entfernt verwandter Sprachfamilien, zumal der orientalischen,
 aus dem Gesichtkreise des Forschers gerückt worden
 wären. Wenn wir aus der grossen Menge hervorräagender
 Leistungen der Neuzeit auf diesem Gebiete des
Wissens hier nur auf die innerhalb der leizten dreissig
Jahre erschienenen Werke des Begründers des historischcomparativen
 Sprachstudiums,   des Urhebers
 der vergleichenden  Grammatik, 
 und des Verfassers des Werkes über die Verschiedenheit
 des menschlichen Sprachbaues, 
  hinweisen, so glauben wir unsere Ansicht
 von der Richtung, Blüthe und Bedeutung der Sprachwissenschaft
 in unserer Zeit zwar nicht erschöpfend
ausgesprochen, aber doch für den Unbefangenen und Eingeweihten
 hinreichend angedeutet zu haben. Abgesehen
davon, dass die in Folge der Fortschritte der historischcomparativen
 Sprachwissenschaft erhöhte Einsicht in die
Sprachwelt — eine Welt, welche der reinste und unmittelbarste
 Abglanz der vernünftigen menschlichen Intelligenz
 ist — schon an sich einen unschätzbaren 
hat, so ist auch die Rückwirkung des von einem so
glänzenden Erfolge gekrönten Sprachstudiums auf das
Gedeihen der übrigen Wissenschaften, zunächst der Histo-79


            
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