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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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das  und  Vom Haupiplatze
aus durch die Renngasse und  wandelnd, trifft man das
palastähnliche Wohlthätigkettshaus, von Kaiser 
1801 erkauft, 1808 die Widmung als Wohlthätigkeitshaus
für arme Badebedürftige erhaltend, 1818 vergrößert, endlich
in der jetzigen Gestalt und Ausdebnung 1826 vollendet. Ur⸗
sprünglich gehörte dieses Bad dem Stifte Klein-Mariazell,
daher auch der Name Mariazellerbad. Ganz nahe das
1836 restaurirte Peregrinusbad. Hier entstand auch im
Jahre 1848, von Hrn. Doktor Obersteiner in Anregung ge⸗
bracht, durch eine Aktiengesellschaft in das Leben gerufen, die
herrlich Mineral-Bad- und Schwimmanstalt, ein
aͤußerst freundlicher Bau, in allen Bestandtheilen für das
Heilwesen musterhaft eingerichtet, ein vollständiges System der
Anwendung aller Heilkräfte der Badener Quellen, eine Austalt,
welche Baden zur Zierde und Ehre gereicht und den Schatz
der Heilmittel, welcher hier vorliegt, auf eine laͤngst gewünschte
Weise vervollständigt. Gespeiset wird die Anstalt von der
Mariazeller-, der Peregrinus- und einer dritten Quelle,
welche erst durch Herrn Obersteiner entdeckt ward. Vom
Frauenbad und Josephsbad aus, den  und
die Schwächat überschreitend, finden wir die schoͤnen Bäder:
Engelsburgbad, nach dem großen Erdbeben von 1755
entstanden, dem Freiherrn von Doblhoff gebörig, in seiner
jetzigen schoͤnen Form und Einrichtung 1822 hergestellt. Das
Sauerhofbad, das großartigste und schönste Bad, in einem
palastähnlichen, 1822 vollendeten Neubau des alten Sauer⸗
hofes. Es befinden sich hier gegen 100 Zimmer für Bade—
gäste, mit nahe an 80 Domestikenzimmern, Stallungen, Re⸗
misen u. s. w. Traiterie mit großem Speisesaal, Hauskapelle.
Das Bad befindet sich in einer herrlichen Halle, das Bassin
mit Marmor gefaßt. Bildsäule des Äskulap und der Hygieia,
von Kliebers Meisterhand. Alle Parteien koͤnnen durch ge⸗—
schlossene Gänge in das Bad treten. Schöner Hausgarten.
Anlagen rings um das Gebäude. — Im Allanddorf nächst
dem Scheiner'schen Kaffeehbause das Petersbad, jetzt Mili⸗
tärbad, vom Kaiser Franz 1796 gekauft und seiner jetzigen
            
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