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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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heilsam in gichtischen und scrophuloͤsen Leiden, Kontrakturen,
wider Kratze, Flechten u. s. w. Schädlich ist der Gebrauch
allen sehr vollblütigen, zu Blutflüssen geeigneten Individnen,
vei Fiebern und in den ersten mit Fieber verbundenen Gicht⸗
anfällen, in den letzten Stadien der Lungensucht, allgemeiner
Syphilis u. s. w. — Die Anwendung des Wassers der Heil⸗
quellen geschieht theils durch das, Baden, theils durch das
Trinken. Das Verdienst, die Trinkkur angeregt und vielfach
befoͤrdert zu haben, gebuͤhrt dem  Arzte Herrn Bene⸗
ditt Obersteiner, welcher würdige Veteran sich uͤberhanpt große
Verdienste um das Aufblühen des Curortes erworben. Es
entströnen hier dem Boden 13 Heilquellen, welche in folgen⸗
den Bädern benutzt werden: Ursprungs bäder. Der Ur—
fprung ist die älteste und Hauptquelle der hiesigen Heilborne.
Sie enistromt in einer dunklen Hoͤhle nächst dem Park. Seit
1833 ist am Ursprunge die schoͤne Trinkkuranstalt errichtet.
Gegenüber ward auch noch 1847 eine schöne, weite Halle
für'die Gäͤste hergestellt. Etwas weiter abwärts stehen die
Ursprungsbäder, 1796 errichtet. Noch weiter das The—
resien bad, auf Anregung der Kaiserin Theresia 1758 er⸗
baut, welche 1000 Ducaten dazu spendete, mit der Bedin⸗
gung, daß die verwundeten Officiere der Armee hier unent—
geltlich baden durften. (Das Militairbad bestand damals
hoch nicht.) Ferner das Herzogs- und Antonsbad im
alten Herzogshofe, 1716 von der Stadt an sich gebracht.
Alle bioher Jenannten Bäder werden von der Urspruugsquelle
gespeiset. Eigene Quellen haben; Die Leopoldsbäder,
1668 vom Abte Clemens von Heiligenkreuz errichtet, im
Jahre 1812 von einer Privatgesellschaft neu erbaut, in neue⸗
ster Zeit in hohem Grade vervollstäändigt durch Dampf-,
Douche-, Regen- und Tropfbäder (auch seit 1827 ein Dunst⸗
bad). Das Frauen- und Carolinenbad, schon 1357
als landesfürstliches Eigenthum bestehend, später der Stadt ge⸗
schenkt, mit dem Vorbehalte des Kaiserbades zum Ge⸗
brauche des Hofes. Das schoͤne jetzige Gebäude ward 1821
erbaut. Dicht daran das Josephsbad, eine geschmacklose
Rotunde. Schon zu Guttenbrunn gehoͤrig das Armenbad,
            
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