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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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gesteums, wo sich die Bureaur, die Lesesäle, die mannichfachen
Geschäftslokale für die Anstalt befinden, ist der wahre Cen—
tralpunkt aller Geselligkeit  Mit Glas eingsedeckte
Gaͤnge, stets belebt von den Gruppen der Kaufleute, Seefahrer
u. s. w., die hier ihre Besprechungen hatten, durchkreuzen, wie
schöne Straßen, das Gebäude. Jeder Fremde kann durch ein
Mitglied der Direktion eingeführt werden. — Das schöne Ge—
bäude ward 1840 an der Stelle des alten Mauthgebäudes
durch einen Aktien-Verein aufgeführt. Sehr sehenswerth sind
auch das alte und das neue Arsenal des Lloyd.
Gegenüber dem Tergesteum steht das prachtvolle Börsen—
gebäude, 1862 von dem Architekten  erbaut.
Unter den Kirchen bemerken wir den altehrwürdigen Dom
zu   in seinen älteren Bautheilen aus dem vierten
Jahrhundert datirend. Interessante Fresken 1850 restaurirt.
Am Thurme böchst merkwürdige Theile von Romerbauten. —
Der Dom liegt auf dem höchsten Theile der Altstadt, dicht
unter dem Castelle. Der Zutritt in das Castell ist nur gegen
Karte des Platzkommando gestattet.
Das  ward im Baue 15*8 begonnen, und mit der
nahen Schanze   1688 vollendet und verstärkt. Auf
dem Platze vor dem Dome ist das   ein
alter Friedhof, jetzt mit dem schönen Grabdenkmale Winkel⸗
manns, welches auf Anregung Rosetti's errichtet ward, und
mit zahlreichen hier gefundenen Römersteinen, Säulen, Kapi—
tälern u. s. w. geschmückt. Winkelmann ward in Triest im
Jahre 1768 in der Locanda grande, von seinem Diener Are⸗
angeli ermordet. — Das Grabdenkmal hier ist sehr schön ge—
arbeitet. Die Besichtigung dieses Museums ist zu jeder Ta—
geszeit frei. Gewöhmlich befindet sich am Eingange ein Mann,
der zugleich den Cicerone macht. Außerdem kann man in dem
Häuschen, gegenüber der Domkirche, den Schlüssel verlangen,
und sich das Museum öffnen lassen.
Die Aussicht von dem Platze vor der Domkirche und
noch mehr von dem Kastelle, ist herrlick.

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