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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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    und Barcola. Sehr
zu beflagen ist, daß man von die er so wichtigen, schönen, rei⸗
hen Stadt und ihrer Umgebung noch immer keine entsprechende
topographisch⸗statistische Beschreibung hat, wie sie deren doch
die kleinsten Städte Italiens besitzen. Es erschien zwar im
Jahre 1852 von Seite des Lloyd ein kleiner Guide von Triest,
aber er läßt viel zu wünschen übrig, und ist bei den raschen
Fortschritten in der Entwickelung der Triestiner Zustaͤnde schon
vielfach veraltet und unbrauchbar geworden.
Wie bedeutend hier der Verkehr ist, mag man entneh—
men, da im Jahre 1856 im hiestgen Hafen 9714 Schiffe
eingelaufen. Mit Eröffnung der Eisenbahn wird auch der
Handelsverkehr zu Lande den höchsten Auf schwung nehmen.
Für die Unterkunft des Fremden ist durch gute Gast-—
höfe gesorgt. Wir nennen darunter als ersten Ranges:
Höôtel de la Ville (ursprünglich Höoͤtel Metternich, dann
Hötel National genannt). Das schöne Gebäude hat eine
—
eingerichtet, hat  und  Speisesaal, Bade—
anstalt u. s. w. Die Preise sind ziemlich hoch.
Hôtel grande (Efrüher Locanda grande) auf
dem großen Platze. Ist jetzt gut eingerichtet, auch mit deut⸗
scher Kuͤche versehen, die Preise billig.
Seit Dezember 1856 haben die Herren Loibl und Heininger
das Hôtel Victoria durchaus nach  Sitte einge—
richtet und restaurirt. Es vereint jetzt in seiner Einrichtung
Eleganz und Solidität. Es steht gegenüber dem Tergesteum.
Außerdem finden sich noch mehrere gute Gasthöfe wie
z. B. der Aquila nero (schwarze Adler) am Corso, zur
eisernen Krone (in der Via San Nicolo), zum Pellegrino
(Pilger) u. a. m.
In den Hötels ist Table d' Hôte und wird auch nach
der Karte gespeiset.
Ein Lohnbedienter erhält 2 fl. C. M. taäͤglich.
Die Kaffeehäuser sind zahlreich und gut eingerichtet. Sehr
            
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