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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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chronischen Ausschlaͤgen (ohne Fieber), Steifheit der Glie—
der u. s. w. Wenn nun für eine entsprechende Heil- und
Badeanstalt gesorgt wird, so dürfte kaum zu bezweifeln sein,
daß  bald in der Reihe der Badeorte eine bedeutende
Stelle einnehmen werde, da die Natur Alles gethan hat, um
den Aufenthalt hier reizend und anziehend zu machen. Der
prachtvolle See, die romantische Umgebung, das, trotz der
hohen Lage und der Nähe der Hochgebirge so milde Klima,
Alles vereint sich, den Besuch der Heilquelle in  zn
empfehlen. Für die Unterkunft der Reisenden ist am schonen
Veldeser⸗See bereits sehr gut gesorgt. Es erhebt sich an
seinem Ufer das stattliche Gasthaus der Herren Maͤllaer u.
Meyer. Ferner ist in Seebach das sehr gut bestellte Gast—
haus Petran und ein drittes Gasthaus im Dorfe Veldes.
Man wird gern einige Tage an diesen reizenden Seeufern
weilen, wenn es anders die Zeit gestattet. An interessanten
Punkten zu kleinen und größern Ausflügen ist die Gegend
überreich. Ich nenne darunter: das freundliche Dörfchen
Ober-Göriach mit seinem malerischen Kirchlein und vo—
mantischen Friedhofe, und der entzückenden Aussicht über den
See, das Thal und Hochgebirge, an dem herrlichen Nuß⸗
baume auf der Höhe hinter dem Pfarrbofe (500 über dem
Seespiegel). Von Veldes nach Ober-Göriach 1 Stunde.
Von dort ist eine intressante Exkursion am rechten Ufer der
Rothwein aufwärts zu dem Felsen Bratova-Bezh, und
zurück am linken Ufer des Alpenbaches (3 Stunden). Von
Veldes nach Asp, wo die Rothwein eine zwar nicht große,
aber höchst pittoreske Kaskade bildet (1 Stunde). Die lieb—
liche Seefahrt zu der Insel mit der Marienkirche. Der
angenehme Spaziergang nach Lees (1 Stunde) mit der in—
teressanten, im 11. Jahrhundert von der Schwester der heiligen
Markgraͤfin Hemma Katharina gestifteten Katharina-Kirche,
unter deren Altar ihre Grabstaͤtte. Die Erkursion nach Bi—
gaun, einem Orte, wo viele Tuchweber leben, und zu
dem Schlosse Katzen stein (zu Vigaun gehörig) und den
            
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