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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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aus kahlen Felsen, 800 hoch herabrauschend in das 
 verliert sich nach kurzem Laufe im Sande, bricht
— wieder zu Tage, bildet
hann den kleinen See bei  vereint mit einer zweiten
Quelle strömt sie dann an Aßling vorüber und vereint sich
vor  mit der Wocheiner  zu
deren Ursprung wir in Fortsetzung unserer Wanderung selbst
Jelangen. Von  eine Stunde nach 
Das vBild, welches sich hier erschließt, hat an malerischen
Reiz kaum seinesgleichen in unsern Alpengebieten. Der Vel⸗
defer-See hat keinen Vergleich zu scheuen mit den herr⸗
lichsten Wasser'piegeln in Oberösterreich und Steiermark. Er
ist zwar nur klein, aber die hohe Schönheit seiner Umgebung
muß auf jedes empfängliche Gemüth den tiefsten Eindruck
machen. In der Landes prache fübrt er den Namen Bled-Jeser,
 und man glaubt, daß es der Lacus Auracius der
Roͤmer se. — Der See bildet ein unregelmäßiges, nicht sehr
großes Quadrat, umgeben von herrlichen Matten und ma—
jestaͤtischen Gebirgen. Mitten aus seinem Spiegel erhebt sich
eine Felseninsel, auf welcher das begrünte Kirchlein Maria
Im See thront. Treppensteige führen auf das Plateau der
Insel, worauf außerdem, bereits im 14. Jahrhundert berühm⸗
den Wallfahrtskirchlein, neoch das Curathaus und eine aufge⸗
lafsene Einsiedelei steht. Im Kirchlein gute Altarblätter, reiche
Paramente u. s. w. Am Ufer des See's bemerken wir vor
Allem die hehe Felsenburg Veldes (Bledæbi-rhad). Zwei
Wege führen hinauf, der eine von der Seeseite, der andere
vom Dorfe ans. Die Burg Veldes ward schen im Jahre
1004 von Kaiser Heinrich dem Bischof Alboin von Brixen
geschenkt. Später Staatsherrschaft, ward Veldes 1838 der
fürstbischöflichen Mensa auf Befehl des Kaisers Franz zurück⸗
gestellt. Die alte Burg ward indessen durch das Erdbeben
don 1511 fast zerstört, so daß ihre jetzige Gestalt aus dem
Jahre 1519 datirt, wo sie wieder hergestellt ward. Sie ist
noch ganz bewohnbar, aber sehr vernachlässigt in der Erhal—
            
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