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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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in sehr tief eingeschnittenen Betten einherrauschen. Die hie—
sige schöne hohe Brücke (1828 erbaut) ist sehenswerth. Die
Stadt hat mit den beiden Vorstädten (Kanker- und Savevor—
stadt) über 390 Häuser mit gegen 2000 Einwohnern. Die
Gelehrten vermuthen, daß hier das Santicum der  ge—
standen. Daß die  wirklich hier eine Kolonie hatten,
ist bewiesen durch mehrere aufgefundene Denksteine, welche
zwar meist verschleppt wurden, deren einer aber doch eine
Aufbewahrungsstelle nächst der uralten Pfarrkirche gefunden.
Schon im 11. Jahrhundert war hier der Sitz der Markgra—
fen. Das Schloß Kieselstein ward im Jahre 1262 von
Graf   von  erbaut. Jetzt ist es Eigen⸗
thum der Familie Pagliarucci, in Krain allbekannt, deren
jetziges Haupt, von Herrn Schmidl, in seinem Reisehandbuch
—DD—
Herzog von Pagliarucci bezeichnet wird. (S. 98.) Die Erstei⸗
gung des Pfarrthurms versäume kein Reisender, der hier ver⸗
weilt. Die Aussicht von dessen Zinne ist von überraschender
Schönheit. Der Boden hat sich von Laibach hierher schon
merklich gehoben. Krainburg hat 2080 (1248) Seehöhe, liegt
also schon um 570 (3429 höher als Saibach. Ich bemerke,
daß von Krainburg mehrere Straßenzüge auslaufen, wodurch
sich die Verbindung mit den frühern Ausflügen herstellen läßt.
Die eine dieser Straßen führt von Krainburg dem Laufe der
Kanker entgegen über Freithof und Viszoku nach Kanker,
durch das schöne Gebirgsthal dieses Namens, aus welchem
auch die Ersteigung des Grintouz (6 —8 Stunden erheischend)
bewerkstelligt werden kann, dann über das Joch des See—
berges in das Fellachthal, über Sauerbrunn, Kappel
(von wo ein Verbindungsweg mit Sulzbach sich öffnet,
den ich oben S. 292 andeutete); dann über Bleyburg und
Lavamünd in das Lavantthal, wo sich die Verbindung
mit den Ausflügen von Grätz ꝛc. uͤber die Koralpe herstellt,
oder von Kappel über Völkermarkt und Griffen nach St.
Andräim Lavantthale (s. oben S. 221). Die zweite
            
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