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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Strecke keine weitern besonders merkwürdigen Objekte vor.
Wir passiren den eigentlichen öden Karstboden.
Von  an ändert sich wieder die Scenerie zu
dem wundervollsten Wechsel. Diese letzte Strecke der Karst⸗
bahn, von Nabresina bis an den Stationsplatz und Haupt—
bahnhof in Triest, bietet eine überreiche Suite großartiger
Bauwerke und herrlicher Naturanschauungen in den großartig⸗
sten und reizendsten Bildern.
Fürs Erste müssen wir bemerken, daß auch auf dieser
Bahnstrecke das Bedürfniß des Wassers vorzugsweise zu be—
rücksichtigen kam. Diese Karstgegend ist schon seit laͤngerer
Zeit von Seite der Stadt Triest, wo auch der Mangel an
Wasser sehr fühlbar ist, emsig durchgeforscht, da man hoffte,
die in den zahlreichen Grotten unterirdisch laufenden Gewässer
erforschen zu können und sie benützbar zu machen. Alle diese
zum Theile sehr kostbaren Arbeiten hatten zu keinem Resul—
tate geführt. Als der Bau der Karstbahn begann, war das
Forschen nach Wasser auch ein Hauptgegenstand der Aufmerk—
samkeit. Von 1850 bis 1853 ward die ganze Gegend er—⸗
forscht. Man bemerkte endlich, daß die Bahnarbeiter zufäͤllig
eine reichhaltige Süßwasserquelle aufgefunden hatten, und zwar
zwischen Santa Croce und Nabresina. Sie holten sich dort
ihren Trunk, und schleppten das Wasser mühevoll bis auf
ihren über 400 Fuß über dem Ufer erhobenen Arbeitsplatz.
Ven den Ingenieuren ward nun diese Quelle untersucht, und
bald war die Ueberzeugung gewonnen, man habe hier wirklich
den gesuchten Schatz gefunden, und die Quellen seien reich
genug, Nabresina und selbst Triest mit frischem Wasser zu
versehen. Sogleich wurden nun alle nöthigen Anstalten ge⸗
troffen, die Entdeckung zu benützen. Natürlich betheiligte sich
auch die Stadt Triest sogleich dabei. Es bildete sich eine
Aktiengeselllchaft zu Beischaffung eines Kapitales von 660,000 fl.,
um sofort eine Wasserleitung nach Triest anzulegen.
Es handelte sich nun darum, das Wasser auf das Pla—
            
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