Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

20

ropa, namentlich der sogenannte Rittergan hat nicht seines
Gleichen. Der Park uͤmfaßt über 700 Joch Landes. Im
frühern Mittelalter gehörte der hier stehende  dem
Stifte Helligentren und trug den Namen  Bald
brachten ihn die Landesfürsten an sich, und Kaiser  
—
Kaiser   geschahen die ersten Schritte den Garten
zu gestalten, aber eigentlich ist Kaiser    Oester⸗
leich der Schöpfer des Parks. Die Kenntnisse und Thätig⸗
keit des verewigten Schloßhauptmanns Michael Riedl von
Leuenstern waren bei diesen Schöpfungen vom Jahre 1798
bis zum Jahre 1849 in rastloser Verwendung. Als besonders
interessante Punkte des Parkes bezeichnen wir: Das Mon u⸗
ment des Kaisers Franz (feine Buͤste von Marchesi),
die Löwenbrücke, den Tempel der Eintracht (Gon
Muretti 1793 erbaut), (den Dianentempel MDeckenfreske
von Vincenz Fischer), den Karolinenhain, den kleinen
Prater, das Fischerdorf, den natürlichen Wasser⸗
fall, den Pavillon im Goldfischteiche, das Lusthaus
im Eichenhain, den Obstgarten (von Kaiser Ferdinand
noch als Kronprinz angelegt), den originellen Laubensitz,
das Forsthaus u. s.w.“ Der Blumenreichthum des Parks
ist außerordentlich, und eben so zahlreich die Fülle von Baͤu⸗
men aller Zonen. Der Rittergau ist der interessanteste
Theil des Parks. Wir nennen hier zuerst die Rittersäule,
Vogteiztichen des Burgberrn. Die Saule selbst, aus Kloster⸗
neuburg, ist über 600 Jahre alt. Die Rittergruft, mit
herrlichen alten Bildern von Lukas Kranach, und Glasge⸗
maͤlden aus der Pfarrkirche in Steyer. Die Meierei; in
diefer, wie in der Franzensburg ist die Einrichtung aus Ori⸗
ginalien des Mittelalters, in alten Schloössern und Klöstern
gesammelt, zusammengestellt. — Die Franzensburg, eine
Wafferveste, nach dem Plane des Schloßhauptmanns Riedl,
durch den Steinmetzmeister Jäger erbaut. Der Bau begann
1798; gänzlich vollendet ward er erst 1831. Die in dieser
Burg aufgehäuften archäologischen und antiquarischen Schätze
sind staunenswerth. Alle Ritterburgen und Abteien Oester⸗
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.