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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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der Eisenbahn unbesiegbare Hindernisse in Begründung eines
festen, dauernden Bahnkörpers entgegen zu setzen. Es wurden
deßhalb die angestrengtesten Arbeiten nöthig. Der Moorboden
ward bis zu einer Tiefe von 120 Fuß erforscht, und es fand
sich, daß er aus sieben wechselnden Schichten von Torf, brei⸗
artigem Letten, mit Sand gemengtem Tegel, Sand u. s. w.
bestand. Durch riesenmaͤßige Einschüttungen, wozu durch Ab—
sprengungen an den Felsen bei Inner-Goritza allein nahe an
100,900 Kubikklafter Materiale gewonnen, und eingesenkt
ward, gelang es endlich einen festen Grund zu legen, und
einen Bahnkörper zu schaffen, welcher dem Sumpfe trotzt, und
je länger, je festeren Bestand gewinnt. Die Kosten waren
allerdings bedeutend, aber sie übersteigen dennech nicht die
Summe von eirca 11 Million. Aber nun ist der gefräßige
Riese des Abgrundes gebaͤndigt, und hat sich unter das Joch
gebeugt, welches der Geist des Menschen ihm aufwarf. Fest
und mächtig wurzelt der schönste Bau der Karst bahn, der
herrliche Franzdorfer Viadukt in seinem Boden.
Die Länge der Gesammtstrecke des Sumpfüberganges ist
1200 Klafter und er erheischte außer jenem prachtvollen Via—
dukt noch einen mächtigen Dammkörper und zwei große Brücken,
eine mit 30) Klaftern Lichtenöffnung für den Laibachfluß, und
eine mit 22 Klaftern Lichtenöffnung für das alte Bett der
Laibach zur Abführung des Inundationswassers, beide nach
amerikanischer Konstruktion mit aus Quadern koenstruirten
Widerlagspfeilern, ferner zwei andere Brücken mit 6 Klaftern
Lichtenöffnung über den Moosthaler- und Trauerberg-Graben.
Jenseits des Sumpfes, vom Trauerberge zieht die Bahn an
den Berglehnen hin, mit einer Steigung von 30 in mehre—
ren Krümmungen, übersetzt die Schluchten von Paku und
Bregg und erreicht dann den schönen Franzdorfer Via—
dukt, den schönsten Bau der Karstbahn. Sammt den Flü—
gelmauern hat dieser Viadukt eine Länge von 300 Klaftern,
und setzt über das ganze Thal. Er erhe? zu einer Höhe
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