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rungen und Auflösung drohenden Kachexien. Die Badesaison
beginnt in der Regel am 1. Mai und endet am 24. Septem⸗
ber. Eine Badetour wird zu 21 — 24 Tagen angenommen.
Man bleibt von 1. Stunde bis zu 2 Stunden im Bade.
Die Trinkzeit ist von 53 — 7 Uhr Morgens. Das Minimum
ein halbes Seidl, das Maximum 1 Maaß per Tag. Bade—
arzt und Direktor ist Herr Dr. C. Henn, Controleur und
zugleich Architekt des Bades Herr W. Leitmayr. Es ist,
wie gesagt, in der neuesten Zeit alles aufgeboten worden, um
das Etablissement auf entsprechende Weise, und dem gesteiger—
ten Besuche gemäß, zu gestalten. Das hiesige Bad ist indessen
durchaus noch kein sogenanntes Luxusbad. Noch wird es
nicht zum Zeitvertreibe, sondern nur zur Heilung von
Leidenden besucht; aber zur vollkommenen Anerkennung ist
der Heilschatz, den die Natur in dieser Quelle, der stärksten
dieser Art in Steyermark, den Leidenden geöffnet hat, ge—
langt. Die Lage des Badeortes ist günstig. Durch die
Berge gegen Mitternacht vor dem Nordwind, durch jene im
Süden (Gremada, Senosek) gegen die Glut des Sirokko
geschützt, ist das Klima mild, die Luft rein, anhaltender
Regen selten (nur das gänzlich abnorme Wetter des Jahres
1831 brachte eine unerfreuliche Ausnahme von der Regel).
Nachtfröste erscheinen nur im Spätherbste. Als ich im Jahre
1822 zum ersten Male Tüffer besuchte, fand ich mit Stau—
nen an dem Gemäuer des alten Badehauses wildwachsend
einen Ficus carica, eine Erscheinung, welche mich selbst bei der
südlichen Flora, welche im Cillyer Gebiete das Auge erfreut,
überraschte. An trefflichem Trinkwasser ist kein Mangel.
Zum Badegebrauche stehen seit 1846 vier Bassins zur Be—
nutzung. Das größte derselben befindet sich in dem Haupt—
gebäude und faßt 1000 Kubikfuß Wasser. Es wird bis zu
einer Höhe von 4* 4“ gefüllt, ist gut gefaßt, mit Sitzen,
Stützen u. s. w. versehen. Die Auskleidekammern sind sehr
zweckmäßig eingerichtet. Ein zweites Bassin (das sogenannte
mittlere) ist fuͤr mit Wunden behaftete Individuen. Ein
drittes fir die Armen. In dem schönen, erst 1846 an der
Stelle des alten sogenannten Fürstenstöckels erbauten