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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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jetzt eine recht freundliche Kolonie, mit netten Wohnhäusern,
Gartchen u. s. w. Von den Waldhöhen von 
und der Dreifaltigkeitskirche bringt eine Riesen aus den Holz—
schlägen das Holz an den Grasnica-Bach herab, alljährlich
iber“6000 Klafter. Das erzeugte Glas findet meist Abgang
nach  Von dieser Fabrik wandern wir noch / Stunde
nach  (wendisch: Jurje-Kloschter). Die Kar—
thause Gayrach, die zweite in  ward zwischen
1467 4474 vom Bischof    gestiftet. Das
Kloster gewann nie eine glänzende Existenz, und war im 16.
Jahrhundert so herabgekommen und zerrüttet, daß Erzherzog
Kart' N. im Jahre 1589 den Prälaten von Rein zum Ad—
ministrator ernannte. 1393 endlich ward  gaänzlich
in die Jesuiten abgetreten, nach deren Aufhebung 1773 das
Besitzthum Staatsherrschaft ward. Schon in der Abbildung
in dem bekannten Vischer'schen Bilderwerk von 1681 sehen
wir die Kirche in Mitten der Ruinen der alten Zellen der
Karthäuser. Die Klosterkirche, mit einem achteckigen Schie⸗
ferthürmchen, steht noch. Besonders interessant der alte Chor.
Am Hochaltare ein Madonnenbild. Die Kirche war dem hei⸗
ligen Mauritius geweiht. Noch tragt ein Altar seinen Na⸗
men umd sein Bild. Die alte Sakristei ist jetzt ein Keller.
Von den alten interessanten Grabsteinen ist nichts mehr zu
finden. Selbst die Ruhestätte der unglücklichen Veronika von
Dessenitz weiß man nicht mehr zu bezeichnen. Schaurige oöde
Stille herrscht ringgum in dem einsamen Gebirgsthale. Das
nene Schloß ward im Jahre 1800 am Grasnica-Bache erbaut,
ziemlich entfernt von der alten Karthause. Von Gayrach
vandern wir sanft bergan, auf guter Straße 114 Stunde
hinüber nach Montpreis. Der Weg ist sehr pittoresk, an
schoͤnen Felspartien und einer Mühle vorüber führend. Die
Burg Montpreis, eine der schönsten des Landes, thront ma—
jestälisch auf hohem Fels, zu ihren Füßen der Markt gleichen
Namens (wendisch: Planina-Perg). Er zaͤhlt über 40 Häu⸗
ser mit mehr als 200 Einwohnern. Pfarrkirche zu St. Mar⸗
garetha. Von hier kann man in 2. Stunde an die Eisen—
bahn⸗-Station St. Georgen (zwischen Ponigl und Cilly) ge⸗
            
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