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baͤder sind ebenfalls eingerichtet. Da außer dem Badege—⸗
brauche das Wasser im warmen und kalten Zustande inneruͤch
verwendet wird, so ist hier auch eine Trinkkuranstalt eingerichtet.
Diese Einrichtung ist aber hier noch ziemlich in der Kindheit
und laäßt Vieles zu wünschen übrig. Seit dem Jahre 1849
hat man auch eine Molkenanstalt eingerichtet. Die Ober—
leitung der Badeanstalt, so wie die Badeanleitung und den
ärztlichen Rath und Beistand besorgt der hiesige Herr Badearzt.
Die Geschäftskanzlei ist im Haupt-Badegebaäͤude. Es be—
sindet sich daselbst eine gut montirte Hand-Apotheke mit allen
erforderlichen Medikamenten und Mineralwässern versehen.
Auch ist für alle nöthigen Kranken-Apparate gesorgt. Ferner
befindet sich hier auch eine Hauskapelle, in welcher häufig von
fremden Geistlichen Gottesdienst gehalten wird. Außerdem
müßte man zur kaum tausend Schritte entfernten Pfarrkirche
Maria-Doberna zur Messe gehen. Für die Unterkunft
der Badegäste ist auf anständige Weise gesorgt. In dem
Hauptgebäude, in dem neuen erst 1830 vollendeten Wohn—
gebäude, die Stallburg genannt, in dem Fremdenbad-Gebaänude,
und im sogenannten Novak-Haufe sind bequeme,
lichte, trockene Gastzimmer eingerichtet, im Ganzen gegenwärtig
130. Die täglichen Preise derselben sind von 24 Xr. bis 30
Xr. C.⸗Mze.; für ein Zimmer und Kabinet mit 2 Betten
von 1 fl. bis 1 fl. 40 Xr. C.⸗Mze. Die Bewirthung ge—
schiebt an Table d'höte zu 40 Xr. 30 Xr. und 20 xr. E. Mie.
Die erste Tafel ist in dem Kursaale servirt, die andern finden
im Salon im Erdgeschoß statt. Wenn auf dem Zimmer ser⸗
virt werden soll, hat die Person um 10 IXr. CeMze. mehr
zu bezahlen. Abends wird nach der Karte gespeiset.“ Außer
dem eigentlichen Traiteur besteht auch noch ein Gasthaus hier,
wo ein Theil der Kurgäste zu speisen pflegt; anch im nahen
Dorfe befinden sich zwei Gasthäuser. In der Molkenfie—
derei wird sowohl zum Frühstück, als zur Jause (dem Ves—
perbrot) sehr guter Kaffec ausgeschenkt. An trefflichem Trink—
wasser ist in dem schoͤnen Thale kein Mangel. Der große
Ktursal ist schöͤn zu nennen. Es ist daselbst' ein Pianoforte
aufgestellt und liegen eine Anzahl Journale und ein Bade—