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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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nersberg gelangte. Unter dieser Herrschaft wurde nun etwas
mehr für das Bad gesorgt, es wurden Bauten und Verbesse—
rungen vorgenommen. Mit den Anforderungen der Zeit ward
indessen nur wenig fortgeschritten, und so gelangte diefe Quelle,
waͤhrend sie im Lande felbst eines festen Rufes genoß und be—
sonders von Frauen zahlreichen Zuspruch fand, durchaus nicht
zur verdienten Geltung außerhalb des Landes. Außer von dem
alten biedern  und den Herren Dr. 
und Dr.  welche einige schätzbare Notizen über die
Heilkraft dieser Quelle veroͤffentlichten, war fast nichts über
dieselbe bekannt; man suchte ihren Namen vergebens auf Land—
karten; kurz, es geschah durchaus nichts, den Heilschatz, wel—
chen die Natur hier den Leidenden bot, so gemeinnützig als
möglich zu machen. Erst unter dem letzten Besitzer, Herrn
     ward Hand an⸗
gelegt an eine zweckmäßigere Gestaltunge des Badeortes. Im
Jahre 1847 ging das Bad in den Besitz des Grafen Johann
von Hoyos über, welcher eine gänzliche Umgestaltung, Ver—⸗
groͤßerung und entsprechende Einrichtung der Anstalt vornahm,
welche noch immer fortschreitet. — Der jetzige Badearzt, Herr
Dr. Gustav v. Kottowitz, hat auch schon im Jahte 1830
eine sehr schätzbare monographische Skizze über die Anstalt
herausgegeben (Grätz bei Ferstl), und so wird denn auch diese
so wirksame Heilquelle je lääͤnger je mehr gewürdigt werden. —
Sie entspringt aus einem Kalksteingebilde, nimmt ihren Aus—
fluß durch den jenem Kalke anliegenden Molasse-Sandstein,
und ergießt sich, mit einer Fülle von 8 Eimern (320 österr.
Maaß) in der Minute, in zwei Bassins. Die Temperatur der
Quelle ist bei jeder Witterung bestaͤndig, nämlich 280R. Das
Wasser ist hell wie Krystall, ohne Geruch, von weichem Ge—
schmacke. Vor starken Gewittern wird es milchfarbig. Beim
Stehen an der Luft zeigt es nach längerer Zeit eine bemerk⸗
bare Trübung. Die Quelle ward mehrmals und zuletzt von
Herrn Dr. Hruschauer, Professor der Chemie zu Graͤtz, im
Jahre 1847 analysirt. Die Bestandtheile sind: salz⸗ und
schweselsaures Natron, schwefelsaure Bittererde, kohlensaurer
Kalk, kohlensaure Magnesia, kohlensaures Eisen-Oxydul und
            
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