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ten wir das eigentliche Gebiet der hiesigen Alpenwelt. Durch
Waldgruppen, über Höhen, dann wieder sich absenkend, um
wieder sich aufzuschwingen, in einer immer großartiger sich ge—
staltenden Einsamkeit, deren Stille nur durch das Rauschen
der an den Felsblöcken in jhrem Bette brandenden San un—
derbrochen wird, schlingt der Weg sich durch Gebirgslabyrinthe
zwei starke Stuͤnden lang von Laufen dahin, und nach dieser
einsamen Wanderung erfreut es den Wanderer bei einer ploͤtz⸗
lichen Wendung des Weges, das malerisch gelegene Leutsch⸗
dorf zu erblicken. Dieses Dorf (wendisch; Latsche) liegt an
der Eumündung des Leutschbaches in die San. Es zählt
54 Haͤuser mit etwas über 200 Einwobnern. Pfarrkirche zu
St. Lorenz. In dem Hause Nr. 32 an der Kirche, dem In⸗
sassen Jakob Wresnigg (hier unter dem Volksnamen Saka be⸗
kannt) gehörig, findet man ziemlich gute Unterkunft. Die Um⸗
gebung ist höͤchst malerisch. Destlich von der hohen Distrizza
der zieht ein mächtiger Gebirgsdamm, der Roßberg, üuüber
Is Thal. Im Süuden steigt die Karnitza empor, und im
Roͤrden ragt die Königin duͤses Thales, die felsenreiche Ra⸗
ducha, 6498 (10830) hoch empor. — Vom hier aus dem
Thale, vom linken Sanufer her, ist dieser riesige Berg am
besten zu ersteigen. Ich selbst habe diese Ascension nie un⸗
anemmen, aber die zuverlässigsten Leute und Fuͤhrer darüber
befragt. Sie — daß die Erstei⸗
gung zwar sehr beschwerlich, aber durchaus ungefäaͤhrlich sei,
und'in 7-58 Stunden zu bewerkstelligen sei. Wobl mag sich
zuf dieser Höhe eine prachwolle Fernsicht, besonders gegen
Sit und Suͤd, eröffnen. Gegen Rord und besonders gegen
Suͤdwest und West muß sie durch die sie weit überragenden,
Dert cporragenden Bergkolvsse beschränkt sein. Man kaun
auch westlich nach Sulzbach hinabsteigen, doch soll dieser
Weg im höchsten Grade gefährlich und nur für die kübnsten,
geübtesten, verwegensten Gemsjäger gangbar sein. Die Flora
des Berges muß nach dem, was ich bei dem Herumklimmen
höchstens zur halben Hoͤhe des Berges sah und fand, sehr reich
uͤnd lohnend sein. —
Wir setzen nun die Wanderung von Leutschdorf nach