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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Häusern und über 700 Einwohnern. Der Ort liegt unge⸗
miein freundlich und seine Bewohner sind freundliche, meist recht
gutmüthige, zum Theil sehr gebildete Leute, so daß der Aufent⸗
halt hier sehr angenehm ist“ Jedenfalls nimmt dieser Markt
eine ausgezeichnete Stelle im Lande ein. Pfarre zu St. Her⸗
magor, nud Dekanat. Im Mittelalter hauseten hier die Herren
on' Oberburg auf einer stolzen Veste, deren Trümmer noch
auf einem Vorhügel des schönen Menina-Gebirges, welches
sich füdöstlich des Marktes erhebt, thronen. Im Jahre 1440
stiftete der Patriarch von Aquileja hier ein Benediktiner-⸗Klo⸗
ster, welches Kaiser Friedrich IV. im Jahre 1461 aufhob, und
mit dessen Besitzungen das von ihm gestiftete neue Bisthum
Laibach dotirte. Die Ostseite des jetzigen Schlosses ist noch
ein Rest des alten Stiftgebäudes. In diesem Schlosse sind
die Appartements für den Bischof, die Wohnungen des Beam⸗
den- und Pfarr-Personals. Von den im Anfang des 16.
Jahrhunderts von dem Bischof Christoph Rauber erbauten
Mauern, Thürmen und Gräben ist fast nichts mehr geblie—
veu. Verbunden mit dem Schloßgebaͤude ist die Pfarrkirche,
vielleicht die schoͤnste im Lande, ein edler Bau, in den Jahren
1754 1761 von dem Bischof Ernst Amadäus, Grafen von
Attems, vollendet. Sie hat eine Kuppel, ist licht und geräu—
mig, 173 Fuß lang, 86 Fuß hoch, 43 Fuß breit; hat 7
Aldare. Das Hochaͤltarblatt und die Kreuzwegstationen sind
on dem wackern Maler Leyer aus Krainburg. Vier Seiten⸗
altarblaäätter (Christi Geburt und das Abendmahl, die Aufer—⸗
stehung, und Himmelfahrt Christi) sind Meisterwerke des Krem—
ser-Schmidt, in den Jaͤhren 1774 1778 gemalt, leider etwas
angegriffen. Schöne Orgel von Marthal in Cilly. In der
Gluͤft unter dem Presbyterium die Ruhestätte von 10 Laiba—
cher Bischöfen. An der Außenseite der Kirche Steinbilder der
Bischoͤse. An der Gerichtsdienerwohnung ein Römerstein.
Sehenswerthes Archiv.
Von Oberburg kann man noch vordringen bis an den
Schluß des Thales. Man gelangt vom Markt in 1 starken
Sltunde nach St. Nikolai (wendisch: Svet-Niklausch),
dann in 27. Stunde nach Neustift (wendisch: Nova-Stifta)
            
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