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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Neu-Cilly führt. Am Eingange derselben ein vom Herr—
schaftsbesitzer Herrn  errichtetes Monument, ein
Kreuzbild' von vergoldetem Metalle auf einem Marmorblock
als Ältar, zu welchem Stufen führen. Das Ganze 33‘ hoch,
von mächtiger Wirkung. Dieses schöne religiöse Denkmal ward
mit großer Feierlichkeit am 18. September 1842 enthüllt und
eingeweiht. Das Schloß Neu-Cilly selbst ist ein prachtvol—
les'Gebäude, ein wahrer Palast; es ward in den Jahren
173541760 von dem damaligen Besitzer der Herrschasten 
 und  Graf    an
der Staͤlte der uralten Burg des Privina,  in
seiner jetzigen Gestalt erbaut, und der Name Neu-Cilly auf
die ganze vereinigte Herrschaft übertragen. Das Schloß, sowie
der Garten, die Aulagen und ökonomischen Etablissements,
meist von dem jetzigen Besitzer, Herrn  begründet,
sind sehr sehenswerth. Zur Rechten (nördlich) bemerken wir
zunächst von  das   der Straße seine
schöne Fronte zugekehrt, dann   auf
freundlicher Anhoͤhe, mit herrlicher Aussicht und dem Oelberge,
daunn die Maltheser-Commende Heilenstein. So erreichen
wir, gleichsam lustwandelnd durch das schoͤne Thal, den leb⸗
—— Shauze) in 2 Stun⸗
deu. Der Markt zählt über 80 Häuser, mit mehr als 600
Einwohnern. Pfarrkirche zu St. Nikolaus. Gutes Hochal⸗
tarblati von Wergant, vom Jahre 1764. Von hier, geht es
gegen St. Peter, der ersten Poststation von Cilly nach
Libach. Wir überschreiten außerhalb St. Peter auf einer
festen Brücke die San, schreiten noch eine Strecke auf der
 fort, bis wir an die rechts einmündende Seiten⸗—
straße nach Fraßlau gelangen. Wir lenken dahin ein, und
erreichen bald den Markt. Von Sachsenfeld bis zur Ein—
mündung dieser Straße wandern wir wohl 3 starke Stunden,
dann auf der Seitenstraße 1Stunde nach Fraßlau. Dieser
Maͤrkt (wendisch: Praslouze) hat über 80 Häuser, und mehr
As 300 Einwobner. Pfarrkirche zu Unsrer lieben Frau. Süd—
westlich erhebt sich der Tschrietberg, ebenfalls mit einem der
Madonna geweihten Kirchlein, Maria-Tschriet, gekrönt.
            
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