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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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dieser Hoͤhe, welche, die Besitzer wechselnd, im 14. Jahrhundert
von dem Herrn   und den Brüdern  und
  an die Freiherren von  verkauft, von
denen Freiherr    im Jahre 1341 von
Kaiser  zum ersten Grafen von  erhoben ward.
Diese Dynasten umstalteten die Burg zu ihrem stolzen Grafen⸗
sitz. Schon 1480 starb mit Ulrich von Cilly das Geschlecht
auͤs. Ueber das reiche Erbe kam es zu vielem Strauß, bis
es endlich unter dem Namen der wendischen Mark Wiertel
Cilly) an Oesterreich kam. Später war die Burg Cilly zur
Herrfschaft Neu⸗Cilly dienstbar, und wurde aus dem Ver—⸗
moögensbestande eines verschuldeten Besitzers dieser Herrschaft
um etwa 20 Fl. von dem Bauer gekauft, dessen Hof vor
dem Schloßthore steht! — Daß dieser Besitzer fleißig Steine
herausriß, um sie als Baumaterial zu verkaufen, oder zu be—
nutzen, ist begreiflich; eben so, daß ein Theil der dort wal⸗
tenden Zerstörung auf diesem Wege geschah; daß man aber
ein Denkmal der Vorzeit mit solchen historischen Erinnerun—
gen diesem Geschicke verfallen ließ, ist unbegreiflich! In neue—
ster Zeit ist die Burg in Besitz der steyrischen Stände gelangt,
und dem, was noch zu erhalten ist, wird jetzt der Schutz ge—
sichert sein. — Ueber Schuttgerölle betreten wir den Burghof.
Oestlich der gewaltige Friedrichsst hurm, noch trotzend der
Zeit und der Zerstoöörungswuth des Menschen. Er trägt sei—
nen Namen zur Erinnerung, daß einst Kaiser Friedrich IV.
hier wohnte. Im alten Wohngebäude erkennt man nur noch
die Umrisse der Gemächer und die Abtheilungen der Stockwerke.
Alles zerfällt in wüste Trümmer, besonders an der Nordseite.
An den öden Mauern besonders üppiger Epheu. Schöne Aussich—
ten auf den gegenüber liegenden Nikolaiberg und über das
herrliche Santhal, auf den hökerigen Vipota, den langge—
streckten Malizh und den spitzen Gosnigg im Hintergrunde.
Zu den naͤhern Umgebungen Cillv's, welche des Besuches
gewürdigt werden mögen, nenne ich den Nikolaiberg mit
dem freundlichen Kirchlein und den umliegenden Winzerhaäu—
sern, den Laisberg, Ober-Lahnhof, mit seinen schönen
Eichen, das Schloͤßchen Brshji-Grad u. s. w.
            
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