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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Graͤnzscheide zwischen  und Illyrien. — Ich habe
auch schon oben die Wichtigkeit dieses Punktes wegen der
Einmündung der Straße von  angedeutet. In Be—
tracht der Jukunft hat man auch die Anlage des hiesigen
Bahnhofes auf das Großartigste gehalten. Das Aufnahms—
gebäude ist sehr räumlich. Wartsaal, Restauration, Postan—
stalt, doppelte Wasserstationen, Haupt-Heizhaus, Remisen für
4 Locomotiven, große Magazine, Arbeitslokalitäten u. s. w.
An der Steinbrücke stehen ein paar nette Häuser. Das frü⸗—
her hier bestandene Gasthaus hat aufgehört. Einst erhob sich
hier auch eine uralte, von den Templern erbaute Kirche zu
St. Aegyd. Die Steinbrücke über die San, worüber
die Straße geht, ward 1826 erbaut, sie ist 2149 (330 49)
lang und besteht aus 3 Bogen. Am rechten Ufer ward ein
Denkmal, die Büste des Herrn Erzherzogs Johann, von Guß—
eisen, unter einem Tempelgebaͤnde errichtet. Nächst dieser schönen
Brücke, gerade vor der Einmündung der San in die Save,
ist, in starker Krümmung, die herrliche Schienenbrücke über
den Strom geworfen, von Quadern gefügt, mit 3 Bogen, je⸗
den von 120 Spannung, 80 hoch, im Ganzen 460 lang. Ein
Bau der imposantesten Art. — Die Bahn zieht nun in dem
Savethal fort. Es ist dasselbe hier beengt, wenig fruchtbar.
Nur selten trifft das Auge urbare Stellen. Auf der ganzen
Strecke von Steinbrücke über Hrastnigg, Trifail nach
Sagor (2u,, Meilen) nur wenige Ortschaften und Gehöfte.
— So erreichen wir zuerst die Station Hrastnigg. Von
dieser Stativn aus sehen wir eine Seitenbahn in das Thal
gegen Norden, (rechts) ablenken. Sie hat die Bestimmung,
die in jenen Schluchten erbauten Steinkohlen zur Staatsbahn
zu befördern. Es zieht sich nämlich von der Station Tüf—
fer (in Steyermark) bis unter die Station Sagor (in Krain)
in westlicher Richtung, in einer Entfernung zwischen 100 —
30000 wechselnd, eines der bedeutendsten Braunkohlenlager äl—
terer Formation, mit einer Mächtigkeit von 15200. Auf
dieser Formation bauen nächst Tüffer das k. k. Aerar, und
der Gewerke Hr. Grilz; nächst Hrastnigg eine Triesti—
ner-Gewerkschaft, an deren Spitze Se. Excellenz Baron
            
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