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sich oft tief in das Strombett hinab. Malerisch aber in ho—
hem Grade bleibt die Gegend, und dieser Reiz wird noch er⸗
hoͤht durch die grotesken Felspartien, welche den Strom um—
gürten. Am rechten Ufer der Save zieht die Fahrstraße vom
Badeorte nach Steinbrücke hin. Auch sie ist zum Theile dem
Fels abgetrotzt. Mehrere, zum Theile bedeutende industrielle
Gebaäude mit theilweise stattlichen Neubauten, machen sich dort
auf dem Wege von Tüffer bis Steinbrücke bemerkbar. Die
Eisenbahn zieht am linken Ufer fort, in steten Krümmungen
und meist mit riesigen Stütz- und Wandmauern, bis 8o Klaf—
ter hoch, gegen den Andrang des Stroms, und gegen Ab—
rutschungen geschirnmt. Ein Theil dieser Gegend kraͤgt seit
undenklicher Zeit wirklich den Namen Blasovje (zu den Erd—
faͤllen) und trotz aller Schutzbauten ward noch 1880 die Bahn
hier durch eine Erdabsitzung zerrissen, aber augenblicklich her—
gestellt. Eine der interessantesten Stellen dieser Bahnstrecke
ist jene an der sogenannten Bleischmelze. Sie trägt die—
sen Namen von den Resten der Bauten, in welchen einst Blei—
erze aus den nahen Gebirgen geschmolzen wurden. Jetzt ist
dieser Bergsegen längst versiegt, die Hütten stehen zerfallen
auf den Höhen, nächst der Meierei des Herrn Uhlig, unfern
seiner Ziegelei. Hier wurden zur Anlage der Bahn mächtige
Felsensprengungen vorgenommen, und die so dem Berg abge—⸗
rungene Bahn gegen den Strom durch hohe, kolossale Qua⸗
dermauern, in der Laͤnge von 4000, in einer Hoͤhe von 30
geschirmt. Unmittelbar nächst diesem Punkte übersetzt die
Bahn auf einer herrlichen Bruͤcke mit drei Bogen, jeden zu
30 Spannung, den aus der wilden Schlucht herabbrausenden,
sich in die San ergießenden Graschitscha-Bach. Wir er—
reichen sodann den Stationsplatz Steinbrücke. Dieser wich—
tige Punkt war schon früh im Mittelalter beachtet, und Leo—
pold der Glorreiche von Babenberg hatte bereits im Jahre
1224 eine Steinbrücke über die Save anlegen lassen, welche
indessen, im 13. Jahrhundert zerstört, nicht wieder erbaut
ward. Jetzt besteht hier eine Ueberfuhre; bald aber dürfte
eine feste Brücke nothig werden, um die ungehinderte Ver—
bindung mit Krain herzustellen, denn die Save bildet hier die