Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

238

baut, und ihre jetzige Gestalt datirt erst von 1742. Gegen—
waͤrtiger Besitzer der Herrschaften Ober-Rohitsch und Ster—
moll ist Se. Durchlaucht der Herr   
grätz. — Vom Markte  pflegt man den Aus—
flug noch bis zu dem Oertchen Log, im Logwalde auszudeh⸗
nen, um die Manipulation in der dortigen Glasfabrik, und
die Schleifsteinfabrik zu besichtigen. Der Logwald ist etwa
ein Stündchen von Rohitsch entfernt. — Eben so weit ist es
von Rohitsch nach der bereits auf kroatischem Boden gelege—
nen Burg Kis-Tabor. Das Flüßchen Sotla bildet die
Gränze. Die hoch gelegene, bethuͤrmte Veste giebt ein schö—
nes Bild. Nach dem Tode des letzten Besitzers, des beruͤhm—
ten Pomologen Baron Moskan, ging sie an die Freiherren
von Kavanagh über. Noch befindet sich ein schönes, über—
reiches von Baron Moskan gesammeltes Herbarium, besonders
interessant in Beziehung auf die steyermärksche Flora, daselbst.
Den Rückweg nach dem Kurorte könnte man von hier über
Wolfsbühel und Heiligen-Krenuz machen.
Nach St. Marein und Erlachstein. Dieser Aus—
flug, in vieler Beziehung sehr lohnend, wird auf der guten
Straße zurückgelegt, welche Rohitsch mit Cilly verbindet.
Der Fußwanderer legt den Weg vom Kurorte bis St. Ma—
rein wohl kaum in 3/2 Stunden zurück. Die Fahrt dahin
ist sehr angenehm, und nimmt kaum 14/ Stunde in Anspruch.
St. Marein ist ein Dorf mit etwa 30 Häusern und 130
Einwohnern. Schon im 12ten Jahrhundert stand hier eine
Marienkapelle, welche jetzt noch den Theil der Kirche hinter
dem Hochaltare bildet. Der übrige größere Theil der Kirche
ist Zubau aus verschiedenen Epochen nͤeuerer Zeit. Die Kirche
ist auch ein Wallfahrtsort und der zahlreiche Zudrang an be⸗
stimmten sogenannten Frauentagen, so wie die starke hie⸗
her eingepfarrte Sprengel-Bevölkerung ließen schon lange eine
abermalige Vergroͤßerung der Kirche wünschen. Altarblatt;
die Himmelfahrt der Jungfrau von einem Grätzer Maler, in
neuer Zeit restaurirt von der Meisterhand Wachtl's. Die
Fresken der Kirche gehören in maucher Beziehung zu den be—
merkenswerthen Arbeiten dieser Gattung. — Außerhalb der
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.