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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Durch Rebland und Obstbaumgruppen schlangelt sich nun der
Steig hinan bis etwa zu einem Drittel der Hoͤhe des Berges,
wo in einer Seehöhe von 2180 die   
uns begrüßt. Sie ward um das Jahr 1730 erbaut, nachdem
die früher auf dem Gipfel gestandene Kirche durch den Blitz
entzündet, dann hergestellt“ und neuerdings durch einen
Wetterschlag in Asche gelegt wurde, wobei 40 Personen er⸗
schlagen worden. Maͤn Lrwählte zum Neubau die jetzige
Stelle, weil dort die vom brennenden Thurm der alten Kirche
herabgestürzte Glocke, als sie den Berg abwärts rollte, hier
liegen blieb. — Von hier geht es erst in mäßiger Steile
über Gerölle und Steinblöcke, an einer koͤstlichen Quelle vor⸗
über an den östlichen Bergrand, dann steil aufwärts in einen
schönen Buchenwald, wo gewöhnlich die Fuͤhrer Rast halten.
So erreicht man endlich, zuerst gegen West wandernd, dann an
der bewaldeten Südostseite des Verges ansteigend, den Gipfel,
und zwar die Mittelkuppe desselben, welde die höchste ist.
(Der Gipfel hat 3 Kuppen). Hier stand schon als die Roͤmer
eindrangen, die Ruine eines alten Mithrastampels. Die Roͤ—
mer erneuerten ihn und auf den Truͤmmern dieses spaͤtern
Tempels ward dann im Mittelaltet das Donatikirchlein er⸗
baut, welches, wie eben erwähnt, der Blitz verzehrte. Die
Aussicht von diesem Gipfel gehoͤrt, ungeachtet seiner geringen
Höhe, zu den umfassendsten des Landes. Das Panorama ist
von einer ergreifenden Großartigkeit. Fernere Ausflüge sind
anzutreten:
Nach dem Markte Rohitsch, wendisch: Terk Regatschke
Stunde). Dieser Markt zählt über 100 Häuser mit etwa
600 Einwohnern. Haupt⸗ nuͤd Dekanatspfarre. Der Markt
liegt nur wenige hundert Schritte von der kroatischen Gränze
entfernt. Die Lage ist malerisch, besonders durch die schoͤne
Burgruine Ober-Rohitsch und das gegenüberliegende
Schloß Stermoll. Auch hier haben Römer gehauset. Das
Joanneum besitzt einen sehr fchoͤnen, hier gefundenen Denk⸗
stein mit einem Basrelief. Im Mitielalter herrschten hier die
reichen Rohatzer von Rohitsch. Die Pfarrkirche unter den
Ruinen von Ober-NRohitsch ist uralt, ward abet vielfach um—⸗
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