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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

Man entdeckte eine sehr heilkräftige eisen- und schwefelhal—
lige Mineralquelle, deren Wirksamkeit gegen gichtische, puer—
perale, haͤmorrboidalische, strophulöse und Leberleiden sich
hbewährte. Das Badehaus ist aut eingerichtet, zierlich gestaltet,
der Besuch zahlreich. Seit 1836 besteht hier auch ein artig
gebautes Theater. Ganz nahe am Markte, im sogenannten
Windthale, ist seit Frühling 1831 auch eine Wasserheilanstalt
eröffnet, Prießnitzthal genannt. In der Nähe ward auch
das Brauhaus neu erbaut. Im Friedhofe von  die
Kapelle der   mit einem der schönsten Ge—
mälde des früh verewigten Künstlers  An 
gränzt die Ortschaft: in der Klause, etwa 40 Haͤuser mit
mehr als 200 Bewohnern. Hier ist der Eingang in das
Gebirge, ein höchst malerischer Felsenpaß, rechts von den
Klippen des Kalenderberges, links von jenen des Maaberges
gebildet. Hier beginnen auch schon die herrlichen Anlagen,
die der verewigte Fürst    welcher 1808
die Herrschaft erkaufte, mit einem Aufwand von Millionen
schuf. Diese Anlagen verbinden durch herrliche Wege alle
Theile der ganzen  Gegend zu einem großartigen Parke.
— Ich neune hier zugleich die bedentendsten Punkte. An der
Südseite, zur Linken des von  her nahenden Reisen—
den, führt von der Klause aus ein prachtvoller Parkweg zu
dem Gasthause zu den zwei Raben, stattlich hergestellt, in
der Bewirthung nichts weniger als ausgezeichnet. Man wan—⸗
dert vom Bahnhof bis hieher eine Stunde. Hinter dem
Rabenwirthshause das runde Thal, in dessen Mitte sich
das äußerst geschmackvoll 1830 neu erbaute fürstliche Schweizer—
haus erhebt. Unferne davon die herrschaftliche Meierei, auch
zur Bewirthung der Gäste mit Kaffee u. s. w. eingerichtet.
Kaͤchst der Meierei ein neugebahnter Steig zu dem Husaren—
dempel hinauf, einem Tempelgebäude, auf dem kleinen Annin⸗
ger, in seiner jetzigen Gestalt 1813 von dem Fürsten Liechten—
stein dem Waffenrühme Oesterreichs erbaut. Herrliche Aus⸗
sicht. Vom Tempel führt immer auf den Höhen der Berge
ein herrlicher Pfad rings um das runde Thal bis hinüber
zur Burgruine Mödling, im 11. Jahrhundert als Gränz—
            
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