Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

227

vanteck. Nun geht es steil und beschwerlich, über mächtige
Felsblöcke aufwaäͤrts, noch eine gute Stunde bis auf die höch—
ste, durch die Triangulirungspyramide bezeichnete Spitze des
Sirbitzkogels, 7584 (12640). Die Aussicht gehört zu den
großartigsten im ganzen Alpengebiete. Gegen West und Nord
die mächtigen Alpenzüge mit all ihren Zäcken und Kronen.
(Die nächste Aussicht gegen Nord hinab in das Land ist
gedeckt durch den vorstehenden Seethaler-Ock, einen der
hohen Gipfel dieses Gebirgsstockes), gegen Ost der malerische
Gebirgszug der Stubalpe, Hebalpe, Pack und Kor—
alpe, und im Süden das ergreifende Bild der wilden schrof—
fen Karavanken, mit all ihren Riesenspitzen Poötze, Obyr
und dem König dieser Alpen, der dreigipfligen Terglou.
Die Pracht dieser Rundschau wird die Mühe des Ersteigens
reichlich lohnen. Vom Gipfel herab führen mehrere Steige
in die niederen Alpen, von denen man entweder nach Ju⸗
denburg direct, oder erst nach Obdach, und von dort uͤber
Weißkirchen nach Judenburg kommt.
Wer von  nach Judenburg gehen will,
ohne den Gipfel der Sirbitz zu ersteigen, der schlaͤgt von der
Streitwiese (s. oben) den Weg durch den Lavantgra—
ben über das Türkenkreuz, durch den Zirmwald in die
Spielbergerschwaig ein. Von der Streitwiese hieher 356
Stunden. In dieser Alpenhütte dürfte man Nachtlager hal⸗
ten, da der Weg von  hieher wohl 9 — 10 Stun⸗
den, also einen starken Tagemarsch, beträgt, den man aber
um eine Stunde abkürzen kann, wenn man schon Abends vor⸗
her nach St. Johann ging, und dort übernachtete. Von der
Spielbergerschwaig wandert man 12 Stunde zu dem Hoch—
ofen unter der Seethalalpe. Die Seethalschwaighütte
liegt 3332 (9220) uͤber dem Meere, der Seethalhochofen
4938“ (8230). Es ist überraschend, auf einer Alpenhöhe das
Getriebe der Hüttenleute, welches das Plateau belebt, zu fin—
den. Das hier zur Hütte gebrachte Erz (Eisenglimmer)
bricht unter dem Kamm des 72030 hohen scharfen Ecks,
eines abschüssigen Astes des Sirbitzkogels, zwischen dessen
Koöpfen Hochfeld, (unter dem zwei kleine Seen), Gries—
13*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.