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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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des  von Lavamünd aufwarts. Es ist ein freundli⸗
ches Staädtchen, erhöht am rechten (westlichen) Ufer des Stro⸗—
mes gelegen. Es zählt über 100 Häuser mit etwa 800 Ein⸗
wohnern, und ist seit 1226 Sitz des Bischofs von Lavant.
In diesem Jahre verwandelte nämlich der Erzbischof von
 Eberhard II., das von ihm hier gestiftete Kapitel
regulirter Chorherren des heil. Augustin in das Bisthum
Lavant. Die bischöfliche Residenz erhielt ihre jetzige Gestalt
durch Bischof Georg Stabäus von Palmburg, gegen Ende
des 16ten Jahrhunderts (1590 — 1398.) Schoͤne Domkirche.
Kirche zu Maria-Loretto, naͤchst dem alten Kloster der Domi—
nikanerinnen, zuerst 1682, dann in der jetzigen Gestalt durch
den Bischof Grafen Ernst von Küenburg 1792 erbaut. —
Theologische Lehranstalt. Priesterhaus für die Lavanter Diö—
tese. — Von St. Andra wandern wir aufwärts im Thale,
zur Rechten (oͤstlich) immer den Zug der Schwanberger—
Alpen, zur Linken den mächtigen Gebirgsstock der Sau⸗
alpe (6393“ Seehöhe, 10980 39 nach Wolfsberg 2—-3
 Stunden. — Das Städtchen liegt in der Mitte des Tha—⸗
les, und bietet mit dem Schlosse der alten  Vice⸗
dome ein schönes Bild. Die Zahl der Einwohner steigt ge⸗
gen 1300, jene der Häuser über 180. Auf das Schloß führt
eine hohe Treppe. Bemerkenswerth ist hier die Bleiweiß⸗
Fabrik der Freiherren von Herbert, eines der ausgezeichnetsten
Etablissements der Monarchie. Auch ist in Wolfsberg der
Sitz des Verwesamtes der Gräflich Henkel'schen Eisengewerks⸗
schaft. Der hiesige Eisenerzeugungsbetrieb war schon im 16.
Jahrhundert lebhaft. Er erhielt den lebhaftesten Aufschwung,
als die Gebrüder von Rosthorn im Jahre 1828 die Eisen—
werke erkauft hatten. Diese berühmten Gewerken umstalteten
auf das Großartigste die gesammten Werke, und schufen aus
dem unbedeutenden Hammerwerke Frantschach eine Frischhütte
nach englischer Art. Es bildete sich später ein Aktien-Verein
unter der Firma: Wolfsberger-Eisenwerks-Gesellschaft, aus
welcher aber 1836 die Gebrüder Rosthorn austraten, und
ihre Thätigkeit ihrem neuerworbenen Etablissement zu Pravali
(im Villacher Kreise) widmeten. In neuester Zeit erkaufte
            
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