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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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den ersehnten Gipfel. Von   bis herauf wandern
wir wohl 6 Stunden. Der Weg ist beschwerlich, doch nir—⸗
gends gefährlich. Im Jahre 1810 erstieg Kaiser Franz J.
den Gipfel, und die Stände von Kärnthen verewigten diese
Erinnerung durch eine 6 hohe Pyramide, welche aber in
späterer Zeit verfiel. Die Seehöhe an diesem Punkte ist:
63783 (11300). Den Namen Speikkogel erhielt die Spitze
von der häufig dort wachsenden Valeriana celtica, welche in
Steyermark Speik heißt. Der Erzherzog Johann entdeckle der
erste die Primula glutinosa in den klippigen Abhängen des
Speikkogels. Die Aussicht ist von ergreifender Großartigkeit,
von keiner andern, mir im Lande bekannten, übertroffen. Die
Glanzpunkte sind: Das zauberische Lavantthal, mit allem
landschaftlichen Reize ganz sichtbar gerade zu unsern Füßen,
dann die Fernschau im Osten und besonders imposant jene
im Süden an die Karavanken mit dem König derselben, dem
riesigen Terglou. — Der Weg vom Gipfel hinab auf der
kärnthnerischen Seite, in das schöne Lavantthal, ist ziemlich
anstrengend im Beginne, da die Alpenregion zugleich sehr
felsig ist. Bei dem Beginn der Waldregion (welche hier
ziemlich hoch ansteigt), wird die Beschwerde geringer und so
erreicht man den schönen Rastpunkt, bei dem Jäger auf
der Goding. Dann vollends hinab auf den Thalboden,
den man nächst der kleinen Ortschaft St. Ulrich betritt. —
Es wird nicht übexflüssig sein, den Touristen hier noch einige
Andeutungen zur Eintheilung des Weges zu geben. — Die
Excursion überhaupt kann nur von rüstigen Bergsteigern
unternommen werden. Ein guter Führer ist unerlaͤßlich. Im
Gasthaus zu Schwanberg wird alles Noͤthige besorgt werden.
Da der ganze Marsch von Schwanberg bis St. Ulrich, oder
St. Andraͤ 10—12 Stunden Gehens in Anspruch nimmt,
was denn doch selbst für Rüstige etwas stark ist, so wird
man gut thun, Nachmittags zeitig von Schwanberg aufzu⸗
brechen, in St. Anna die erste Rast zu halten, an der
Gallerhütte die zweite, und in der Bodenhütte (unter—
halb des Waldschnecks) Nachtlager zu nehmen. Am nächsten
Morgen dann auf den Gipfel, hinab zum Jäger auf der
            
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