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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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ringgraben zur Waldsag auch 2 Stunden und endlich
noch 1 Stunde an den  der diesen Namen
höchst uneigentlich führt, da er ein“Werf der Kunst, nicht
der Natur ist. Man hat naͤmlich zum Behufe der Holz⸗
schwemme hier die Ingering gedämmt ünd so einen Teich ge⸗
bildet. Am Teiche steht die Seehütte, die Wohnung des
Holzmeisters. Zur Noͤth kann man hier übernachten. Von
hier steigt man den Seewald hinan,“ und gelangt dann in
die wilde, phantastische Felswüste des Höllthales. Hier giebt
es zahlreiche Gemsen. Das weitere Steigen wird sehr muͤhe—
voll, besonders wegen der Glaͤtte des Grases (meist Bürstling
Nardus stricta). Es geht dann weiter auf die Geishalt;
und endlich auf den Gipfel des Saukogels, der auch schon
zu den höhern Spitzen der Scckauer⸗Alpen zaͤhlt. Man wird
wohl 3 Stunden zu dieser Ersteigung bedürfen. Der Inge⸗
ringsee liegt bereits 3636 hoch, also um 932 höher als
Seckau. Der Gipfel des Saukogels ragt noch 2046
über den See empor, und hat also 6382 Seehoͤhe. Zum
Absteigen könnte man den Abhang an der Hofhuͤttentinne
waͤhlen, und unten an die Hofhütte gelangen, wo das
Nachtlager wäre. Von der Hofhuͤtte führt ein Holzweg nach
Bischoffeld, in 2 Stunden, und weiter in 2 Stunden nach
Seckau.
Ich gebe nun hier einen höchst interessanten Weg an,
auf welchem von Judenburg aus die Verbindung 'aller
Ausflüge dieser Sektion mit jenen der frühern Seklionen in
Verbindung gesetzt werden kann. Es ist jener von Judenburg
über den Rottenmanner-Tauern' in das Ensthal,
nach Trieben, Lietzen, Admontu s. w. Wir gehen
von Judenburg der guten Tauernstraße nach, Anfangs auf
einem kleinen Umwege, an den Steinkohlenwerken von Johns-⸗
dorf und Dietersdorf vorüber, über Allerheiligen
nach Poͤls, von Judenburg 2 Meilen, welche wir in 4
Stunden zuruͤcklegen. Die Gemeinde zaͤhlt gegen 80 Haͤuser
mit circa 300 Einñwohnern. Alte Pfarrkirche zu St. Maria
am Moos. Am Poͤlshals ein Sauerbrunuen mit einem
Schlößchen. Die DQuelle führt viel Kalkerde und inkrustirt.
            
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