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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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   Aigen 1 Stündchen (zu Wagen), dann 14
Stunde zu Fuße an den Ursprung der Andritz. In der
Kirche zu   ein Meisterwerk  als Altar⸗
blatt. Am Ursprunge der Andritz eine Inschrift auf einer
Marmortafel zu Erinnerung der Anwesenbeit des Kaisers Franz
und der Kaiserin Karolina Augusta 1830.
Nach Maria-Grün. Von Grätz durch Geydorf längs
der Straße nach Maria-Trost, dann links ab, dem Kreisbach
folgend, durch den Wald 1 Stündchen (zu Wagen). Hier
stand einst ein Eremitenkirchlein, der Sitz des Vorstehers aller
Brüder des Eremiten-Ordens in Steyermark. Neben dieser
Zelle erbaute 1663 der Wirth Fritz von Grätz, zufolge eines
Gelübdes für die glückliche Entbindung seiner Gattin, die
Marienkirche. Die Eremitenklause ward nach Aufhebung des
Einsiedlerordens zur Trivialschule verwendet. Maria-Grün
ist äußerst lieblich gelegen, und einer der besuchtesten Punkte
um Grätz. Neben' der Kirche findet man ein gutes Gasthaus.
Oberhalb Maria-Grün, auf dem Gipfel des Berges, steht auch
eine Scheuke, beim Stoffbauer genannt, mit herrlicher
Aussicht.
Nach Maria-Trost. Ueber Geydorf, nordoͤstlich von
der Stadt, 1 Stunde (zu Wagen). Uralter Wallfahrtsort,
schon im 12. Jahrhundert besucht, als ein aus Palaͤstina
zurückgekehrter Kreuzfahrer hier ein Stück des Holzes vom hei—
ligen Kreuze in einer Kapelle aufstellte. Dieses Kirchlein
ward im 18. Jahrhundert in den Türken-Invasionen zerstört.
Hans Freiherr von Wilfersdorf brachte 1676 eine Marien—
bildsäule aus Rein hieher und erbaute für dieselbe wieder
eine Kapelle, und da die Wallfahrten wieder zunahmen, wurde
1714 an den Bau der jetzigen schönen Kirche geschritten,
welche 1746 vollendet war, und den Namen der Heiligen
Maria zum Landestrost erhielt. Auch ward hier ein Kloster⸗
gebaͤude erbaut, welches später die Paulaner bezogen. Als
dieser Orden 1786 aufgehoben ward, kam diese Gult erst an
den Religionsfond und wurde dann mit der Herrschaft Kai—⸗
nach vereinigt. Am Hochaltar das Gnadenbild. Altarblaͤtter
von Schmidt. Fresken von Moͤlk. Unter der Kuppel, ganz
            
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