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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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wohnern. Drei Vorstädte: Graͤtzer-Vorstadt, Karnthner-⸗Vor⸗
stadt und Magdalenen-Vorstadt. Von den Anhöhen der letz⸗
teren übersieht man sie in ihrem ganzen Umfange. Die vier
großen Landstraßen, welche sich hier kreuzen, und die voruͤber⸗
ziehende Eisenbahn tragen viel zur Belebung der Stadt bei.
Reu zu schaffende Vorstadt Viktringhof. — Stadtpfarrkirche
zu St. Johann Baptist. Sehenswerther Hochaltar. An den
Seitenaltären Blätter von Weißkircher. Am Schulhause das
Denkmal eines wackern  Soldaten, des Drago—⸗
ners Wenzel Kaulik, der am 3. Juni 1809 hier im Kampfe
gegen die  den Heldentod fand. Das uralte Mi—
noritenkloster und dessen Kirche ist jetzt Militairspital, das
Kloster der Cölestinerinnen, Kaserne. Militair-Schwimm—
schule. Erziehungshaus. Gymnasium. Dramatischer Dilet⸗
tanten-Verein zu wohlthätigen Zwecken. Traubenkuranstalt.
Guter Gasthof zum Hirsch. Schönes Theater, neu erbaut,
am 20. Januar d. J. eröffnet. Casino, Musikverein u. s. w.
Nordöstlich an der Stadt die Burg  Eigenthum der
Grafen Brandis. In ihrer jetzigen Gestalt entstammt sie
dem 17ten Jahrhundert. —9— den gewölbten Gängen des
Schlosses herrliche Aussichten. Sehenswerthe Gemäldesamm⸗
lung. (Ein großes Bild vom Hötllenbreughel, das schönste
von diesem Meister, welches ich kenne. Ein schöner Paolo
Veronese, mehre Teniers.) Mehre der schönsten Gemälde
nahmen die Franzosen bei der Invasion 1809 mit nach Pa—
ris. Gewehrkammer und Bibliothek.  ist der Ge⸗
burtsort mehrer verdienstvoller Steyermärker. Noch leben
hier die geachteten Gelehrten Speckmoser, Dr. Mally
und Dr. Puff, letzterer unermüdet und verdienstlich thätig
als topographischer Schriftsteller.  entstand wahr—⸗
scheinlich zur Zeit Karls des Großen, als sich hier die Veste
Ober⸗-Marburg als Gränzburg (Markburg) erhoben. Diese
alte Markgrafschaft bestand bis 1127. Damals war um die
Burg auch schon die Stadt entstanden, deren Pfarrkirche ur⸗
kundlich schon im 12. Jahrhundert erwähnt wird. Von der
alten Burg, welche im Norden die Stadt überragte, find
nicht einmal Trümmer mehr übrig. An der Stelle, wo sie
            
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