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senkrecht durch eiserne Streben zusammengehalten. Ihre An⸗
naͤherung verhindern schiefe, hoͤlzerne Streben in Form eines
Andreaskreuzes, so, daß das Ganze ein starkes unbewegliches
Gitterwerk bildet. Die so verbundenen Felder sind an dem
Ufer zwischen Ouadern, auf den Pfeilern solcher Brücken
zwischen Holzspiegeln von stärkstem Zimmerwerke eingezwängt,
und gestatten nicht die geringste Erschütterung. — Von hier
bis Ehrenhausen und Spielfeld konnte die Bahn, immer längs
dem Murufer hinziehend, theils nur durch Felssprengungen,
theils durch Daͤmme, und mit Viadukten ausgefuͤhrt werden.
— Die Station Ehrenhausen selbst liegt dicht am Strome,
über welchen hier eine (nicht zur Bahn gehörige, sondern für
die Commercialstraße benutzte) Brücke führt. Sie ist gedeckt,
so wie es die alte Murbrücke in Grätz gewesen, und hat 2
Portale. Ehrenhausen ist ein Markt von 70 Häusern und
über 400 Einwohnern, mit einem stattlichen, auf einem die
Mur, und den Markt dominirenden Berge schimmernden
Schlosse, ursprünglich der Sitz eigener Dynasten, spaäter Ei—
genthum der Fürsten von Eggenberg, seit deren Aussterben
im wechselnden Besitze mehrer Edlen, seit 1803 dem Grafen
Attems gehörig. Im Markte schöne Pfarrkirche, Maria zu
Ehrenhausen, mit interessanten Grabdenkmalen der Eggenberge.
Gasthof zum Loͤwen. Im Schlosse die Eggenbergsche Fuͤr—
stengruft. Zwei kolossale Kriegerstatuen am Eingange. In
der Kapelle ein schoͤnes Altarblatt von dem steyrischen Künst—⸗
ler Weißkircher. Im Gruftgewölbe die metallenen Särge
des erloschenen Fürstengeschlechts. Die Uebersicht der Gegend
vom Schloßthurm aus ist sehr lohnend. In der Fortsetzung
des Weges auf der Bahn, bleibt nun zur Rechten (West)
Waldgebirge, zur Linken oͤffnet sich weite Aussicht über den
Strom, auf den Markt Straß, und das gleichnamige At—⸗
tems'sche Schloß, mit seiner schoͤnen Kirche, und seinen Roͤ⸗
mersteinen, hinüber weiter nach St. Veit am Fogau, mit dop⸗
peltthürmiger Kirche, und einem der schoͤnsten Altarblätter
von Palkos Meisterhand, u. s. w. So gelangen wir über
kleinere Brücken und Durchlässe, an festen Schutzmauern zur
Sicherung der Bahn an den Stationsplatz Spielfeld. Das