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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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Kirche mehre Grabmaͤler der alten Aebte bemerkenswerth.
Schoͤne Orgel. Der zierliche  an der Stiftskirche
ward 1780 von Abt   erbaut. Schoͤner
Garten. Bibliotheksaal, mit manch seltenem Werke. Kost—
bare Sammlung der Stiftsurkunden, von dem Conventualen
 gesammelt, das   In der Pralatur
zahlreiche schoͤne Gemächer, besonders der Kapitelsaal sehens—
werth. Im Kreuzgange bemerkenswerth die Portraits der
Aebte. — Der Complex der Stiftsgebaͤude umfaßt sehr alte,
und zahlreiche neuere Gebaͤnde. Iecdenfalls ist die Besichti—
gung dieser schoͤnen altwurdigen Abtei sehr lohnend.
Der letzte interessante Punkt, auf welchen wir am Schlusse
der Fahrt gegen Graͤtz aufmerksam machen müssen, ist noch
die schoöͤne Wallfahrtskirche   an welcher
die Bahn vorüberführt. Sie erhebt sich auf einem bewaldeten
Hügel über dem Doörschen zu ihren Füßen. Als Markgraf
  im Jahre 1149 von dem Kreuzzuge heimgekehrt
war, brachte er ein, vermuthlich von einem  Künst⸗
ler gemaltes Madonnenbild mit, welches er dem Stifte Rein
schenkte. Es ward in einer Kapelle aͤuf dem Berge über die—
sem Dorfe aufgestellt, der seitdem der Frauenkogel hieß. Da
sich der Ruf von hier geschehenen Wundern, und die Wall⸗
fahrten zu dem Bildniß verstärkten, wurde die jetzige Kirche
statt der kleinen Kapelle erbaut. Der Grundstein wurde
1346 gelegt, der Bau 13383 vollendet. Im Lande geht die
Sage, es sei Meister Hauser, derselbe, der den Bau des
Stephansthurmes in Wien, unter Herzog Rudolph dem Stif—
ter, begonnen habe, auch der Erbauer der Kirche von
Straßengel. Für alle Fälle ist diese Kirche ein höchst inter—
essanter altdeutscher Bau, und der durchbrochene Thurm hat
wirklich einige Aehnlichkeit mit dem Stephansthurme. Die
hier errichtete Pfarre wurde spaͤter sogar zur Probstei erhoben,
dann aber wieder mit Rein vereinigt Auf dem Hochaltare
der Kirche steht, von Engeln getragen, das uralte Gnaden⸗
bild. Die Seitenaltarblätter sind von dem Kremser-Schmidt.
Alte Holzbildsäule der Madonna. Glasgemälde in den Fen—
stern. Rings um die Kirche her mehre aͤltere Gebaͤude, doch
            
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