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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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gen u. s. w. Imposant trotzt nur noch der 800jaͤhrige Wart⸗
shurm, jetzt unzugänglich, der Zerstoöͤrung. Unferne des Neu⸗
schlosses, am jenseingen Ufer der Mur, die Burg Raben⸗
stein, auf kahlem Feis. Obschon großentheils Ruine, ist die
Burg doch noch bedacht, und von einem Jager bewohnt.
Schoͤner Epheu im Schloßhofe. Wenn man vielleicht, wegen
der oben erwähnten Ausflüge auf den Hochlantsch u. s. w.,
in Frohnleiten längere Zeit verweilt, so bietet der Spazier⸗
gang von Frohnleiten nach Neu-Pfannberg und Rabenstein,
wohin von Frohnleiten am linken Ufer eine schon gebahnte
Sttaße in 1 Stunde führt, so wie die Besteigung der alten
Burg, welches wohl 3— 4 Stunden erheischt (sammt dem
Rückweg) sehr schoͤne Ausflugspunkte. Auf der Bahn sieht
man diese Partie nur vorübergleitend, da der nächste Sta⸗
tionsplatz erst in Peggau ist. Die Fortsetzung der Fahrt auf
der Bahn führt uns nun durch die großartige Gallerie an der
Badelwand, durch großartige, von der Mur durchrauschte
Felspartien, nach dem Stationsplatze Peggau, wo sich uns
wieder Gelegenheit zu höchst lohnenden Ausflügen bietet.
Peggau ist ein freundlicher Markt mit 60 Häusern und mehr
als 300 Einwohnern, sehr malerisch an großen Felspartien
gelegen. Poststation. Guter Gasthof. Schönes Herrschafts⸗
Zebaͤude. Filialkirche zu St. Margaretha. Hammerwerke.
Im Osten ecrhebt sich, dicht am Orte, der mauerähnliche Ab⸗
sturz der felsigen Thaneben. In diesem Felsgemäuer ist eine
nteressante Tropfsteinhoͤhle, mit Stegen und Treppen zugän—
gig gemacht. An der Straße von Peggau ein einfaches
Denkmal an den hier gebornen Dichter Johann Gustav Fel⸗
linger (geb. 1782, 1 in Adelsberg 1816). In Peggau führt
eine Bruͤcke über die Mur zu dem gegenuͤber gelegenen Markt
Feistritz, gegen 100 Häuser mit fast 700 Bewohnern um⸗
fassend. Pfarrkirche zu St. Martin, malerisch auf einem
Waldhügel gelegen, der eine wunderschöͤne Uebersicht der Ge⸗
end gewaͤhrt. Ueberhaupt bietet dieselbe hier den anmuthig—
* Wechsel landschaftlicher Reize. Der rasche Strom, der
das Thal durchrauscht, die freundlichen Gegenden an seinem
rechten (westlichen) Ufer, und der ernste Character der felsigen
            
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