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Full text : Der Tourist auf der Südbahn von Wien bis Triest

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senkt, und zwischen  Wiesengründen, Bauerhöfen,
und Hammerwerken vorüber führt. — Die Gegend hier heißt
im Gamsgraben. Kleines Gasthaus zum Kreuzwirth.
Dann geht ses steil und beschwerlich aufwärts auf die Die bs⸗
alpe. Vom früher erwähnten Eingang in den Nadelwald
bis hieher 3 starke Stunden. Die Hütten der Diebsalpe
liegen nur 3672 hoch. Hier könnte man nothdürftig Unter—
kommen finden. Die Aussicht auf der Einsattlung ist herr—
lich. Besonders schoͤn zeigt sich hier im Osten, nächst der
Mur, der Hochlantsch (8472 hoch) und sein Nachbar, der
Offterkogel (3329* hoch). Von der Alpe, die jenseits der
Einsattlung liegt, senkt sich der Weg hinab in den Göß—
raben. Hier ist im Gewirre der Waldwege ein Verirren
sht leicht möglich, daher man entweder vom Kreuzwirthe,
oder von der Diebsalpe einen Führer mitnehme. Die Schlucht
mündet in die Thalebene von Leoben aus; der Anblick von
Göß ist hier besonders malerisch. Von der Einsattlung wird
man 2 starke Stunden zum Absteigen in das Thal bedürfen.
— Dieser Verbindungsweg zwischen Leoben und Frohnleiten
dürfte besonders den Wanderern, welche aus den Admonter
Gegenden nach Grätz gehen, willkommen sein, da er in die—
ser Richtung den uͤmweg von Leoben über Bruck erspart,
und um 3 Stunden naͤher ist.
Nach Andeutung dieser Ausflüge setzen wir den Weg
von Frohnleiten nach Grätz auf der Eisenbahn sort. Gleich
außerhalb Frohnleiten übersetzt die Bahn die Poststraße, und
führt uns an dem schönen Schlosse Pfannberg vorüber.
Das Neuschloß liegt an der Mur, und es führt von der Post⸗
straße und der Eisenbahn rechts eine schöne Allee dahin,
welche von der Eisenbahn durchschnitten wird. Das Schloß
ist groß und schön, Eigenthum der Fürstlich Lobkowitz'schen
Familie. Hier führt eine Brücke über die Mur. Zur Linken
der Bahn, und der Straße (östlich) erhebt sich hoch auf wal—
digem Berge die schoͤne Ruine der alten Veste Pfannberg,
einer der ältesten Burgen des Landes, von den alten Dynasten
dieses Stammes erbaut, jetzt ganz im Verfall. Doch ist der
Sqal und die Kapelle noch kenntlich, Höfe mit Bogengän—
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